Garten am Morgen | Hübsch grad.

Die Sonnenblume kratzt an der Zwei-Meter-Marke. Vielleicht mache ich in ein paar Wochen den Jack und klettere an der Blume hoch in die Wolken.
Bei den Gurken und Tomaten wird’s jetzt auch langsam was.
Neues von der Namensvetterin | Meine Namensvetterin, die immer meine E-Mail-Adresse benutzt, hat Shisha-Zubehör bestellt – an eine Adresse im Ruhrgebiet. Das wirft nun mehrere Fragen auf: Lebt sie nicht mehr in Australien? Oder handelt es sich um eine neue Protagonostin mit meinem Namen? Warum bestellt sie die Bazooka in Grün und alles andere in Pink? Wenn die Bestellung netto 34,17 Euro kostet, brutto 39,64 Euro, es sich allesamt um Artikel zu 16 Prozent Mehrwertsteuer handelt, mit der Differenz von 5,47 Euro aber tatsächlich nur 13,8 Prozent abgeführt werden – wo ist der Denkfehler?
[Edit: In geistiger Umnachtung – siehe Kommentare]
Ich werde die E-Mail mit der Bestellbestätigung ausdrucken, ein liebes Kärtchen beilegen, auf die Gefahren des Rauchens hinweisen und eine Gruß an die Lieferadresse senden. Der Beginn einer wundervollen Brieffreundschaft. Die Australierin hat seinerzeit ja leider nicht reagiert. Der hatte ich irgendwann ihre Mahnungen nach New South Wales geschickt. So undankbar, die Leute.
Broterwerb | Ich habe meinen Newsletter versendet. Es geht um die Eisenhower-Matrix. Ich finde sie Murks, vor allem für Führungskräfte, und erkläre, warum. War wohl nicht so schlecht:
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Hals | Diese seit Jahren zunehmende Erwartung, von jeglichem Ungemach frei zu sein – auf Kosten Anderer. Auf dem Fahrradweg parken, damit man nicht 300 Meter weit laufen muss. Mit dem Auto in die Stadt fahren, weil man den ÖPNV als ranzig empfindet. Drei Flugreisen im Jahr unternehmen, weil man auch wirklich mal ausspannen möchte. Keine Maske im Geschäft tragen, weil es darunter so stickig wird.
Dieses wehleidige Gejammer der Privilegierten – ich krieg’n Hals. Setzt eure Masken auf, Desirée und Frank-Dieter! Und wenn ihr schwitzt: Denkt halt an was Kaltes.
Sonnenbrandstatus | Cervelatwurst.
Gelesen | Die Wutbürger von der B96 bei Bautzen. Puuuh. | Hadley Freeman über Tom Hanks, seine Covid-19-Erkrankung, die Schauspielerei und warum er so nett ist. “Wisdom from a guy like me? I wouldn’t give that on a bet. Because I’m the answer on Jeopardy I have some wisdom somewhere?” | Ich sag’s ja schon immer: Schlafen ist ein Wundermittel. | Klimageschichtlich ist der Mensch Nutznießer eines einmalig schönen, ruhigen Frühlingstags. Jetzt ändern sich ganze Klimazonen und Lebensbedingungen. Passend dazu: Dramatische Dürre in Europa – die Grundwasserspiegel sinken drastisch. | Die Berliner Friedrichstraße wird ab August autofrei. | Der Tagesspiegel hat ein interaktives Stück gemacht: Solche Straßen will Berlin – mit Blick auf die unterschiedliche Möglichkeiten, Radwege zu realisieren.
Bild | Mit den Eltern durch den McDrive
Corona-Service | Wie Virologe Anthony S. Fauci und seine Kolleginnen sich aktuell verhalten | Masken sind also die neuen Kondome: „[…] men are less likely than women to wear face masks because they view the masks as embarrassing. According to the study, men are more likely than women to agree with the idea that wearing a mask is ’shameful, not cool, a sign of weakness and a stigma‘.“ | Mike Krüger und die Wiederbelebung eines Klassikers. | Für die nächste „Kreuzfahrt ins Glück“ schippert Florian Silbereisen Corona-bedingt nach MeckPom. Knutschen darf auf dem Dampfer nur, wer auch privat ein Paar ist. | Carola (44, fünf Kinder) zieht nach 100 Tagen ein Corona-Fazit. Auch die Familienmitglieder kommen zu Wort.
Geguckt | I, Tonya – Film über die Eiskunstläuferin Tonya Harding (Trailer). Die Älteren erinnern sich an ihre Konkurrentin Nancy Kerrigan, die Eisenstange und das zertrümmerte Knie. Guter Film mit ein paar Längen, vor allem die Erzählform gefiel mir – die kommentierten Rückblicke.