Wärme | Eine Woche voller Sonnenschein liegt hinter mir, im konkreten wie im übertragenen Sinne. Das Wetter, ungewöhnlich warm und sonnig für Anfang März, macht mir Freude, besonders nach dem kalten Jahresbeginn. Ich sehe dem Garten beim Erwachen zu: Die Osterglocken blühen, die Krokusse und Winterlinge, die Rosen schlagen aus, und der Pfirsichbaum deutet an, dass er den Winter überlebt hat. Ich war in der Gärtnerei, habe erste Blumen gekauft, habe die Beete aufgelockert, gedüngt und frühlingsfit gemacht.
Beruflich war ich beglückt unterwegs. In Senden traf ich Menschen, die im Außendienst arbeiten. Der Titel der Veranstaltung lautete „Zeit- und Selbstmanagement“. Wir sprachen über unseren Umgang mit Stress, über Stressverstärker und innere Antreiber. Wir sprachen auch über das schlechtes Gewissen, das kommt, wenn die Tagespläne nicht aufgehen, wenn man die Familien hintenan stellt oder wenn man krank wird und die Kolleg:innen einspringen. Und es gab konkrete Hilfestellungen dafür, dass man schafft, was man sich vornimmt – und gleichzeitig weniger unter Druck ist (Linked.In-Beitrag dazu). Ich mag den Kunden sehr. Es arbeiten wunderbar warmherzige, zupackende Menschen dort, die mit viel Motivation ihrer Arbeit nachgehen.
Banden bilden | Zum Weltfrauentag tat ich, was Männer tun: in der Sauna sitzen und Seilschaften bilden. Eine Freundin, Führungskraft in der Gesundheitsbranche, hatte in ihr Haus eingeladen – mit Sauna im Keller. Einige Frauen kannten sich bereits, andere nicht, ich kannte nur die Gastgeberin. Im Obergeschoss richteten wir Speisen, Getränke und Gesichtsmasken. Im Keller schwitzten wir. Oben wie unten besprachen wir Themen des Lebens und des Berufs. Im Anschluss rochen wir gut, hatten weiche Haut und neue Kontakte.
Musikanten | Ich besuchte zwei schöne Konzerte. Das erste ereilte mich über WhatsApp, ein ehemaliger Mitschüler postete in unserer Abi-1997-Gruppe, dass er mit seiner Band Jolante in Dortmund auftrete. Eineinhalb Jahre zuvor hatte er am gleichen Ort einen Spotify-Link geteilt, seine Band habe eine kleine EP veröffentlicht: „Seit Freitag sind wir von vier Hörern auf satte 32 gestiegen. Sei Nummer 33!“ Wie kann man das nicht wollen! Nun also ein Live-Konzert, Eintritt frei, um Spende wird gebeten. Der Reiseleiter und ich fuhren zum Dortmunder Hafen und fanden eine kleine, feine Location vor, darin eine solide Kapelle, die gute Musik machte: Indierock mit Erinnerungen an Kettcar, Madsen und Jupiter Jones. Dazu gab es Bier, Limo und Waffeln zu Gunsten der 8b, die für ihre Klassenfahrt sammelte. Was eine Mischung!

Im Anschluss Umtrunk. Ich fühlte die Vibes meiner Abiturzeit – angeranzte Kneipe, wildes Gestühl, ein Kicker und ein Käsesandwich aus drei gestapelten Toastscheiben, dazwischen Scheibenkäse, Ketchup und Remoulade, aufs Beste vereint durch einen Kontaktgrill. Wir klebten Jolante zwischen BVB und Feminismus.

Am Sonntag direkt noch ein Konzert – anlässlich des Weltfrauentages: eine musikalische Hommage an weibliche Pop-Ikonen. Nikola Materne, Christiane Hagedorn und Martin Scholz sangen und spielten Songs von Tina Turner, Billie Eilish, Kate Bush, Nina Simone, Beyoncé und anderen – in einer Kirche. Das war stimmungsvoll.

Gelesen | Sham Jaff berichtet in ihrem Newsletter „What happened last week in Asia, Africa and the Americas?“ über die Entwicklungen in Äthiopien und Eritrea. Es sieht aus, als würde der ohnehin brüchige Frieden dort noch brüchiger. In Äthiopien leben 130 Millionen Menschen. Damit ist es das afrikanische Land mit der zweitgrößten Bevölkerung – nach Nigeria.
Gehört | Ildikó von Kürthy bei Jörg Thadeusz. Kurzweilig.
Gehört | Handelsblatt Crime über Jens Lehmann, ehemaliger Nationaltorwart und nun Dauergast bei Gericht.
Und sonst | Erste Fahrradtour, erstes Spaghettieis 2026.

Die sportliche Performance ist ausbaufähig, gleichzeitig hatte ich schon schlechtere Saisonstarts. 34 Kilometer in solide schnellem Tritt ohne Ermüdung. Bin zufrieden.
Schweine | Saisoneröffnung: Der Robinson-Club hat einen neu gestalteten Außenbereich. Wenn ich dort Petersilie oder Knusperkugeln verstecke, ist es wie Kinderdisko mit überdrehten Dreijährigen.














































