Seminar | Das Seminar für Euch steht – im tollen Intergenerationenhaus in Dülmen. Wir werden uns im Sommer treffen, es wird warm sein, und wir können auch den Kirchhof und den Innenhof nutzen. Ein tolle Gelegenheit, die Gedanken durchzupusten und neue Impulse mitzunehmen. Hier alle Infos:
Angemessen und professionell bleiben, auch wenn es ruckelt
Datum: Freitag, 3. Juli 2026, 9 – 17 Uhr
Ort: EinsA – Ein Haus für alle, Bult 1, Dülmen
Darum geht’s: Wenn es gerade schwierig ist im Job oder im Privatleben, wird innere Haltung zu einer wichtigen Ressource. Der Tag unterstützt dich dabei, Stabilität zu entwickeln und sicher, angemessen und professionell zu agieren. Du lernst:
- wie du in angespannten Situationen emotionale Distanz wahrst, ohne dich abzuschotten
- wie du souverän bleibst, auch wenn es um dich herum gerade unsicher oder chaotisch ist
- wie du auf fehlende oder unklare Entscheidungen reagierst
- wie du mit Vorgesetzten, Kolleg’innen und Menschen aus dem privaten Umfeld umgehst, zu denen du Spannungen verspürst wie du dir eine stabile Haltung verschaffst und gleichzeitig offen bleibst
Für alle, die in Zeiten von Unsicherheit arbeits- und handlungsfähig bleiben wollen. Dein Nutzen: Ein gestärkter Kompass für Beruf- und Privatleben. Anmeldung über meine Website.
Es gibt bereits sechs Teilnehmer’innen. Ich freue mich über weitere!
Besucht | Gestern war ich beim Dortmunder Unternehmerfrühstück. Gastgeber war das Amazon-Verteilzentrum DTM2 im Dortmunder Norden. Ein interessanter Einblick. Standortleiter Andreas Rohe erzählte, wie Amazon in Dortmund Mitarbeitende gewinnt und bindet, und wir bekamen eine Betriebsführung.

Von Dortmund aus werden 34 weitere Standorte in Europa beliefert, keine Endkunden. 2.000 Menschen arbeiten im Verteilzentrum, 1.800 mit festen Vollzeitverträgen. Die Mitarbeitenden kommen aus 80 Nationen. Neben Deutschen – unter anderem ehemalige Opelaner – stellen Syrer die größte Gruppe, zumeist 2015 zugewanderte. Das Arbeitsumfeld ist entsprechend international: Überall Arbeitsanweisungen in mehreren Sprachen, Amazon arbeitet mit einem Sprachkursanbieter zusammen und finanziert die Kurse mit. Der Einstiegsstundenlohn liegt bei 17,20 Euro brutto, Amazon übernimmt vollständig das Deutschlandticket und stockt Elterngeld auf 75 Prozent auf.
Es wird im Dreischichtbetrieb gearbeitet, wobei die Nachtschicht fest besetzt ist: Es gibt Mitarbeitende, die nur Nachtschicht arbeiten möchten – sogar mehr, als es dort Arbeitsplätze gibt. Gründe sind Kinder- und Altenbetreuung; möglicherweise gibt es auch Zuschläge, das habe ich nicht gefragt.
Interessant waren die Einblicke in die Automatisierung, wobei die Intelligenz des Systems in einer 45-minütigen Führung kaum sichtbar wird – und auch darüber hinaus nicht sofort erkennbar ist, sondern aus dem unsichtbaren Zusammenwirken von IT, Sensortechnik und Maschinen besteht. Darüber hätte ich gerne mehr erfahren, es hat aber den Rahmen gesprengt. Jedenfalls wird auch mit KI gearbeitet, unter anderem, um Maschinenstörungen vorzubeugen (ein Use Case aus meiner Weiterbildung, ich freute mich). O-Ton des Standortleiters: Er glaube nicht, dass sie durch KI in naher Zukunft weniger Menschen benötigten; die Arbeit werde nur eine andere.
Beobachtung am Rande: Bei einigen Besuchern – nicht gegendert – entstand kurzzeitig Verwirrung, als sie feststellten, dass muslimische Frauen mit Kopftuch verantwortungsvolle Funktionen innehaben. Die Nachfragen dazu, wer denn eigentlich zuständig sei, führten zunächst zu suchenden Blicken – bis die Antworten ausschließlich von der kopftuchtragenden Mitarbeiterin kamen. Ich sah den Groschen langsam, aber stetig fallen.
Zum fünfjährigen Bestehen des DTM2 hat der Nordstadtblogger 2022 ausführlich vom Standort berichtet, auch von der Arbeit der Betriebsrats.
Biergarten | Der erste Abend im Biergarten. Draußen. Nach hinten raus war es recht frisch. Aber wir haben es durchgezogen.


Abgeschickt | Mein erster Newsletter seit dreieinhalb Jahren ist raus. Sie können ihn hier nachlesen. Falls Sie beim nächsten Mal dabei sein möchten, tragen Sie sich gerne ein. Die nächste Ausgabe kommt in ungefähr vier Wochen.
In der Themen-Vorschlagliste steht die Leser’innenfrage: „Zu Newslettern allgemein: Was verpasse ich, wenn ich mich dem Trend zu Newslettern bislang verschließe? Ich lese gerne Blogs, ich höre Podcasts, aber es hat sich mir noch nie erschlossen, warum es bspw. zu Blogs auch noch Newsletter gibt. Was ist der Mehrwert?“
Ich selbst habe einige Newsletter abonniert – von Menschen, die bloggen, und von Menschen, die nicht bloggen. Ich finde es sehr kommod, wenn ich die Inhalte in mein Postfach bekomme. Zudem schreiben die Autor’innen im Newsletter anderes als im Blog, sofern sie überhaupt einen haben. Zum Beispiel habe ich abonniert: Der siebte Tag von Nils Minkmar, Erbauliche Unterredungen von Hasnain Kazim, den üüberblick von Ann-Kathrin Büüsker, How to story von Carline Mohr, TextHacks von Anne-Kathrin Gerstlauer, die Zwischenzeit_en von Teresa Bücker und Liebe von Malte Welding – alles Inhalte, die ich in dieser Form sonst nirgendwo bekomme oder die an mir vorbeigehen würden.
In meinem Newsletter biete ich Fachwissen und Informationen aus meinem beruflichen Wirken. Hier im Blog kommen die Themen das auch vor, allerdings nicht in der Form und Ausführlichkeit wie im Newsletter. Wenn Sie die Abschnitte im Blog immer überlesen, brauchen Sie meinen Newsletter nicht. Wenn Sie sie interessant finden, bietet der Newsletter Ihnen tiefere Einblicke.
Leser’innenfrage | Eine weitere Frage aus der Vorschlagsliste: „Welches Buch (oder Bücher) hat dich nachhaltig beeindruckt -und warum?“
- Wibke Bruhns: Meines Vaters Land. Das erste Buch, das mir schlüssig erklärt hat, wie es zum Nationalsozialismus kommen konnte.
- Katja Oskamp: Marzahn mon amour. Ein kleines Buch über Wohlwollen und Liebe zu Menschen.
- Joachim Meyerhoff: Alle Toten fliegen hoch – Amerika. Wenn ein Coming-of-Age-Roman, dann dieser. Hat mich in meinem eigenen Gefühl des Heranwachsens abgeholt.
- Aladin El-Mafaalani: Das Intergrationsparadox. Erklärt schlüssig und auf den Punkt, warum bestehende Privieldienträger ein Problem haben mit Migration, Gleichberechtigung und Gender-Gaga.
- Ann-Marie MacDonald: Wohin Krähen fliegen. Große Erzählkunst, kaum auszuhalten. Führt vor Augen, wie perfide sexueller Missbrauche geschieht und warum Kinder darüber nicht sprechen.
- Dave Egger: Weit gegangen und Guiseppe Catolezza: Sag nicht, dass du Angst hast. Zwei Bücher, die mich Geflüchteten näher gebracht haben.
- Mariana Leky: Was man von hier aus sehen kann. Poetisch.
Im Studium hatte ich an diversen Stellen Kontakt mit Dante: La Divina Comedia. Ein Buch, das mir sowohl die europäische Geschichte als auch die Bibel nochmal näher gebracht hat. Ohne Pro- und Hauptseminare hätte ich es mir aber nicht erschließen können.
Schweine | Die Weideschweine sind wieder aktiv. Dass sie sich ausführlich mit dem Rasen beschäftigen, lässt nur einen Schluss zu: Es wird Frühling, das Grün wächst.






































