Feierlichkeiten | Feierliche Ereignisse pflasterten die vergangene Woche: Das PatenPartymädchen wurde elf, und die Dortmunder Club-Kollegin verbrunchte ihren 50. Geburtstag. Die eine bekam einen Katzenkuchen – nicht von mir, für sowas bin ich nicht talentiert -, die andere wünschte sich eine Spende ans Buusenkollektiv, das Frauen unterstützt, die an Brustkrebs erkrankt sind.


In der kommenden Woche geht die Feierei weiter. Die Anhäufung von Einladungen ist praktisch: Man muss fast nicht mehr kochen, Kuchen backen schon gar nicht.
Schlauer geworden | Am Freitag endete meine Weiterbildung zur KI-Managerin mit einer Zertifikatsprüfung beim Fraunhofer IAIS. Ich habe gelernt, systematisch Einsatzmöglichkeiten von KI zu identifizieren und zu bewerten, ein gutes Datenmanagement und die Passung in die IT-Infrastruktur zu initiieren, einen Strategieprozess zu moderieren, eine Governance aufzubauen und bei allem den AI-Act der Europäischen Union zu beachten.
Ich hatte mich für die Weiterbildung entschieden, weil ich in zahlreichen Unternehmen erlebe, dass sie Potential für KI sehen, aber nicht recht wissen, wie sie beginnen sollen – oder begonnen haben, und die Projekte nicht so richtig Erfolg zeigen. Als Organisationsberaterin kann ich nun den Prozess moderieren, der das Unternehmen bereit für den Einsatz von KI macht. Außerdem bin ich in Sachen Governance unterwegs – also in der Frage, welche Rollen, Strukturen und Abläufe es braucht, damit KI-Anwendungen eingeführt und langfristig betrieben werden können. Wo brauchen wir Verantwortlichkeiten? Wen müssen wir im Unternehmen beteiligen? Auf welche Weise arbeiten wir zusammen? Wie müssen wie die Menschen qualifizieren?
Mentale Landkarten | In Vorbereitung auf die Zertifikatsprüfung musste ich zahlreiche Prozesse, Zyklen, Fachdefinitionen und Abfolgen lernen. Um mir rasch viel zu merken, arbeite ich mit mentalen Landkarten. Ich hatte eine Landschaft in den Bergen, in der ich den ganzen Lernstoff positionierte. Das Symbol für KI war zum Beispiel ein Roboter, das Symbol für Daten war eine Schubkarre mit Legosteinen.
Wenn es nun darum geht, Use Cases umzusetzen, habe ich mir eine Szene vorgestellt: Der Bergbauer stellt einen Zaun auf (eingrenzen), gräbt die Wiese um (vorbereiten), erkennt verschiedene Sorten Boden (entdecken), untersucht sie (verstehen), überlegt dann, welche Pflanzen er anbauen kann (designen) und pflanzt sie ein (umsetzen). Ging ich den Weg weiter, kam ich zum Roboter, der ein Fernglas hatte (wahrnehmen und erkennen), ein Blatt Papier ausspuckte (erklären), auf einzelne Pflanzen des Bauern zeigte (entscheiden), in eine Glaskugel schaute (vorhersagen), einen Sack Dünger herzauberte (generieren) und ihn ausstreute (handeln). Das sind die Aufgaben, die KI übernehmen kann. So ging es weiter; es war ein großer Freizeitpark dort oben auf dem Berg – mit Plattformen, Metriken, Qualitätsdimensionen, einem Center of Excellence, Aufgaben, Rollen, Prozessen und Gesetzen. Leider habe ich mich in der Prüfung ein paarmal in meiner Landschaft verlaufen. Drei Tage Lernzeit waren für mehr als 230 Seiten Stoff etwas wenig neben der Vollzeit-Arbeit. Hoffen wir das Beste.
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Gelesen und Bilder geguckt | -22 Grad in Finnland
Déjà vu | Da war es kurz wieder, das alte, schöne Internet: Auf Mastodon startete ein Bürstenunternehmen einen Account, verloste regenbogenborstige Bürsten, die Community folgte willig, erfreute sich der Bürsten und komponierte sogar ein Bürstenlied.
Und sonst | Nach langer Zeit mal wieder Sonne in der Küche. Mir war ganz wohlig.

Andernorts, weiter im Norden beim Partymädchen, war hingegen noch Winter. Wir erreichten den Ort durch wilden Nebel, quasi Whiteout. Erst über Tag klarte es auf. Salinendurchsicht:

Schweine | Die Schweine beim Vertilgen der Petersiliengarnitur. Sie freuen sich, dass es nicht mehr ganz arg kalt ist.




























