Wer viel Bahn fährt, kann viel lesen.
Maxim Leo. Haltet Euer Herz bereit.
Der Autor erzählt die Geschichte seiner Familie. Er portraitiert drei Generationen von DDR-Bürgern: die kriegserfahrenen Großeltern und Gründer der DDR, ihre Kinder und ihre Kindeskinder. Auf Ebene der Großeltern ist das Buch sehr ausführlich und hat Längen, danach wird es (zu) knapp. Trotzdem gut. Ein persönlicher Blick auf einen Staat und eine Erklärung für manche deutsch-deutschen Fragen der heutigen Zeit.
David Nicholls. Zwei an einem Tag.
Emma und Dexter. Zwei Menschen, die sich mögen, die sich vielleicht lieben. Ein Blick in ihr Leben, immer am 15. Juli, zwanzig Jahre lang, von ihrem College-Abschluss 1998 bis ins Jahr 2008. Die Geschichte ist ein wenig eindimensional und die Sprache einfallslos. Es fehlt der letzte, überzeugende Kniff, der aus der Geschichte mehr macht als ein rührseliges Frauenbuch. Aber dennoch: Ich habe es gerne gelesen. Eine solide Sache.
Amos Oz. Eine Geschichte von Liebe und Finsternis.
Ein Buch, das ich schon lange einmal lesen wollte – und eins, das ich nach 100 Seiten wieder weggelegt habe. Es mag sein, dass es ein „großer erzählerischer Entwurf“ oder ein „einmaliges Dokument der Geburtsstunden des Staates Israel“ (kuksdu) ist. Ich fand es fade, langatmig und ziellos.
Malte Welding.
Frauen und Männer passen nicht zusammen – auch nicht in der Mitte.
Ein Sammelsurium von Wissen, Halbwissen, Nichtwissen und strammen Behauptungen über Sex, Liebe und das ganze Zeug. Plattitüden und Banalitäten ohne roten Faden, dafür aber mit einem wahren oder erfundenen „Bekannten“ für jedes Klischee. Belanglos.






