Draußen nur Kännchen Kaffeehaus mit ♥

Letztens wollte ich spazieren gehen, abends nach der Arbeit. Ein paar Kilometerchen, einmal um den See vielleicht. Ich frage die Nachbarin, Kreisläuferin a.D., ob das eine Perspektive für sie sei.

Wie blöd, meint sie, sie gehe heute zum Training von so einer Handballrentnerinnentruppe. Ein- bis Dreifachmütter, jünger und älter, eher älter, Versehrte und Halb-Invalide seien das, eine Kreisklasse-Spaßmannschaft. „30 Minuten joggen und dann ein bisschen Ballwerfen. Komm doch mit!“

Nun, denke ich ich mir, warum nicht. Besser als gar keine Bewegung. Es wird schon nicht so arg werden.

Schon als wir an der Halle ankommen, habe ich einen Verdacht. Denn die Mädels, die davor warten, sehen nicht aus wie Bindegewebsvorfälle mit kritischem Handballerinnenhaltbarkeitsdatum. Das ist auch nicht die gelenkschonende Koronarsportgruppe. Mir schwant, dass das hier ein böses Ende nehmen könnte. Aber nun bin ich einmal da.

Wir traben los. Ich nehme direkt die rote Laterne in die Hand und trotte hinterher – wenn man in 25 Jahren Handball eins einzuschätzen lernt, dann die eigenen Fähigkeiten. Nach ungefähr zehn Minuten bin ich mir das erste Mal sicher, dass spazierengehen die bessere Alternative gewesen wäre. Die Frau, die voranläuft, wird immer schneller, redet dabei aber unaufhörlich, locker-fluffig auf und ab hüpfend, und auf meinen Einwand, warum plötzlich diese Eile, es gebe doch gar keinen Anlass, heißt es nur, huch, gar nicht gemerkt, aber macht doch nichts, es gehe schließlich bergab. Bergab, soso, da ist wohl meine Trigonometrie kaputt.

In der Halle steht dann der Trainer, ein junger Herr, und meint: Nicht lange fackeln, Bälle nehmen, laufen, einpassen. Danach, ohne Umschweife: ab auf die Grundlinie, und in schnellem Tempo, Pass-Pass, vorwärts. Dann: Sprungwürfe, im Lauf natürlich. Im Anschluss: kurz was trinken, aber hopp-hopp; denn jetzt: Linienlaufen. Sechs Meter vor, rückwärts zurück, neun Meter vor, rückwärts zurück, Mittellinie vor, rückwärts zurück – in der anderen Hallenhälfte nochmal, zügig, zügig, auf 70 Prozent der Leistung.

Ich blicke die Kreisläuferin an. Sie zuckt hilflos mit den Schultern.

Nach zwei Durchgängen laufe ich vorwärts zurück, nicht rückwärts, meine Oberschenkel brennen auf Vorhöllentemperatur. Nach vier Durchgängen brüllt der Trainer: „Los! Gebt Gas! Das sind doch keine 70 Prozent!“ Nee, richtig. Das sind 100 Prozent. Ich bin am Ende.

Aber das hier ist noch nicht das Ende.

Es folgen weitere Übungen, Kräftigung, Liegestütz, Abwehr, Angriff, Kraft-Ausdauer. Ich mache zwischendurch eine Hals-Durchschneide-Geste zur Kreisläuferin, aber das bringt mich auch nicht aufs Sofa. Wenn man schon während des Trainings merkt, wo am nächsten Tag der Muskelkater einsetzt, wirds übel, richtig übel.

Nach drei Tagen kann ich wieder ohne Schmerzen Treppen steigen. Nach fünf Tagen klingen die letzten Wehwechen ab. Was mich aber doch ein bisschen stolz macht: Nicht ich bekomme in der 110. Minute den Wadenkrampf, sondern eine 18-jährige Sportskameradin.

Sollte ich so etwas allerdings jemals wieder hobbymäßig betreiben, brauche ich einen Bufdi.

Der Tag beginnt wie jeder Arbeitstag um 6.30 Uhr, was reichlich früh ist, aber sprechen wir nicht darüber.

Der Strauß Ringelblumen, den ich am Samstag im Garten gepflückt habe, ist verwelkt. Ich frühstücke und lese in meinem Buch – eine der schönsten halben Stunden des Tages, bevor ich ins Büro fahre.

12von12: Blumen mit Buch "Gegenlicht"

Vor dem Weg zur Arbeit gieße ich die Thorstens und pflücke die reifen Tomaten, vertuppere sie und nehme sie mit. Ich esse sie am liebsten pur. Sie sind wie Bonbons: süß und mit viel Geschmack.

12von12: Thorstomatenernte

Im Büro ist viel zu tun, mein Morgen ist ausgefüllt. Ich habe praktisch keine Verschnaufpause.

Deshalb beschließen die Kollegin und ich, die Mittagspause mit einem kleinen Spaziergang zu verbringen.

12von12: Weg in der Mittagspause

Wir laufen zum Datteln-Kamm-Kanal, der tatsächlich hübscher ist, als es das trübe Bild vermuten lässt. Das Wetter ist wolkig, aber schwül. Am Kanal weht ein leichter Wind.

Ein Geländer säumt das Wasser. Wir stützen uns darauf und unterhalten uns.

12von12: Kanal in der Mittagspause

Der Nachmittag vergeht wie der Vormittag: Absprachen, Abwägungen, Angebote und Auftragsbestätigungen. Gespräche über Backend, Frontend, Konzeption. Themenwechsel zu: Storyboard. Themenwechsel zu: Text. Themenwechsel: Telefontermin. Entscheidungen treffen.

Dann Feierabend. Um 18 Uhr breche ich auf und fahre zu einer Verabredung an den Phoenixsee.

12von12: Abend am Phoenixsee

Beim Warten auf meine Begleitung mache ich ein Selfie und komme mir dabei ziemlich doof vor. Ich bin müde, verschwitzt und erschöpft.

12von12: Selfie beim Warten

Immerhin hat der Wind aufgefrischt, die Schwüle weicht einem kühlen Abend.

Wir setzen uns ins türkische Restaurant. Die Begleitung entscheidet sich für ein Gericht namens „Der Imam fiel in Ohnmacht“. Mein Essen heißt einfach: „Hähnchen in Weißwein-Curry“.

12von12: Der Imam fiel in Ohnmacht

Ich schnacke ein bisschen mit dem Restaurantbesitzer und erfahre, dass die Geschäfte gut laufen. Besonders am Wochenende sei es voll, das Wetter spiele ihm in die Hand. Er wolle jetzt auch testweise Frühstück anbieten: türkisches Buffet für 8,50 Euro. Ich freue mich für ihn, dass er zufrieden ist.

Wir gehen noch ein bisschen am See entlang.

12von12: Ente am See

Am See gibt es ein Haus im Kolonialstil. Vor dem Haus steht ein Mann, von dem ich weiß, dass er nur eine Figur ist – trotzdem denke ich jedesmal: Huch.

12von12: Haus mit Figur

Die Sonne geht unter. Die Wiesen sind dick und grün. Ich mag den August, in dem die Bauern das Getreide ernten, der Sommer Kraft hat, und die Natur satt und bunt ist.

Doch mit Traurigkeit bemerke ich jeden Abend, dass die Tage wieder kürzer werden.

12von12: Sonnenuntergang

Als ich mich auf den Weg zum Parkplatz mache, ist es schon fast dunkel.

An der Hörder Burg die Aufschrift:

12von12: Beschriftung "Auch kleine Wunden halte verbunden"

Als ich heim komme, steckt ein dicker Umschlag in meinem Briefkasten – und ich freue mich wie ein Schnitzel: das Buch von Frau Nuf! Flippste aus!

12von12: Rezensionsgeschenk

Ende für heute.

Twitterlieblinge 07/2015:

https://twitter.com/manuspielt/status/619033819115573248

https://twitter.com/giardino/status/619122096111788032

https://twitter.com/Kralle2000/status/620272200818511872

https://twitter.com/mackielsky/status/621613283154526208

https://twitter.com/mahrko/status/621782728875376640

https://twitter.com/krispels/status/624254339033513984

Seit zwei Monaten fahre ich nun mit dem Auto zur Arbeit.

Das führt leider dazu, dass Ihnen und mir Geschichten aus dem öffentlichen Personennahverkehr entgehen. Außerdem komme nicht mehr so viel zum Lesen. Das ist ein stückweit bedauerlich. Insgesamt ist es aber deutlich praktischer, um nicht zu sagen unumgänglich, das Auto zu bemühen.

Fast jeden Tag, wenn ich auf der Bundesstraße zur Arbeit fahre, habe ich den Lkw einer großen Toastfirma vor mir. Es ist jene Toastfirma, deren Toasts meine Mutter immer kaufte, damals, als ich noch klein war und es besondere Anlässe gab. Denn Toast war in meiner Familie etwas Außergewöhnliches: Normalerweise aßen wir Graubrot, das gute Doppelback. Oder etwas mit Körnern. Nur zu Ostern und Weihnachten gab es weißes Brot, den guten Stuten – aus Ermangelung an Brötchen während der Feiertage; die Bäckereien hatten weiland über die Festtage geschlossen, die Älteren unter Ihnen erinnern sich (wir hatten ja nix).

Industriell hergestellten Toast gab es, wegen tatsächlicher oder vermeintlicher Gesundheitsbeeinträchtigungen, nur selten. Er war eine Süßigkeit oder sagen wir: eine Art Sonntagsfestbraten fürs Kind. Noch warm, kam dick Butter drauf, die langsam schmolz, die Mitte durchtränkte, sie weich und labbrig machte. Darauf kam dann ein Wurstbelag, der so dick war wie das dünne, butternasse Brot. Oder Schokocreme. Es war eine Wonne.

Ich empfinde also etwas für diese Toastmarke. Und nun fährt mir jeden Morgen ein Toastlaster vorweg.

Heute, nach Wochen der Freude und Konfusion angesichts der großen Anzahl an Toastbegegnungen, bin ich dem Lkw hinterher gefahren. Wie Privatdetektiv Matula bin ich ihm gefolgt, mit Abstand und konsequent, immer dem gelb leuchtenden Toastbrot hinterher, erst rechts, dann an der Ampel links, immer weiter und – Halleluja! Der Lkw führte mich zur Wiege des Toasts, an den Ort, wo alles beginnt, in den Kreißsaal des Röstbrots.

Ich hielt kurz inne. Dann fuhr ich weiter.

Buch gelesen:

Pieter Webeling: Das Lachen und der Tod

 

Darum geht’s:

Ernst Hoffmann ist Komiker, Holländer und Halbjude* Jude. Er wird in ein Konzentrationslager in Polen deportiert. Dort erleidet er ungeheure Qualen und beobachtet ungekannte Grausamkeiten – bis sein Humor ihm ein besseres Leben verschafft: Er darf vor SS-Offizieren auftreten. Oder besser gesagt: Er muss.

Es ist kein Vergnügen. Jeder Witz muss wohl überlegt sein, und das, was er darbietet, wird ein eigener Überlebenshumor, eine Lagerhumor, eine Mischung aus Zynismus, Verachtung und ab und an ein wenig vorsichtiger Ironie.

Und? Gut?

Dieses Buch überschreitet Grenzen. Ich habe schon viele Bücher über den Holocaust gelesen, alle haben Grausamkeiten beschrieben. „Das Lachen und der Tod“ geht einen Schritt weiter. Es beschreibt Gräuel, wo andere Bücher aufhören, und ist deshalb ungeheuer wichtig.

Doch das Buch ist nicht nur schonungslos. Es ist auch warmherzig.

Es ist unfassbar, wie ein Mensch nach Erlebnissen, wie Ernst Hoffmann sie machen musste, weiterleben kann. Aber es geht wohl. Das macht Hoffnung.

Lesen Sie das Buch. Erwarten Sie das Schlimmste, das Menschen Menschen antun können. Und erwarten Sie das Beste, das ein Buch zu tun vermag: bewegen.

*Hinweis in den Kommentaren

*

Das Buch wurde mir zur Rezension zur Verfügung gestellt. Ich rezensiere nur Bücher, die ich mir auch gekauft hätte.

Der Morgen beginnt sonnig.

Um 7 Uhr geht die Jalousie im Schlafzimmer hoch. Mit müden Augen blicke ich in den Garten, in die Baumwipfel und in einen Himmel mit Schäfchenwolken. Die Sonne scheint.

Es soll doch stürmen, denke ich. Aber ach, egal. Ich nicke noch einmal ein.

Am Mittag gehe ich an den See und in den Ort.

Phoenixsee, Sturm

Ich mag diese Tage sehr, an denen es stürmt, es aber so warm ist, dass ich eine kurze Hose tragen kann. Diese Freiheit für die Waden – ich werde demnächst noch etwas dazu schreiben.

Im Ort die erste Botschaft, dass auch dieser Sommer irgendwann enden wird.

Kastanien auf der Erde

Die Straßen sind leer. Beim Optiker: niemand. In der Drogerie, wo sich an anderen Samstagen zwei Kassenschlangen bis zum Nagellack drängen: fünf Kundinnen. Beim Bäcker gegenüber sortiert die Verkäuferin die Auslage neu.

Auch Top-Angebote locken heute niemanden.

Plakat: Dortmunder Hansa 0,32 + Pfand

Auf dem Ortsplatz hüpfen zwei Kinder auf einem Trampolin, das ins Pflaster eingelassen ist. Eine Radlerin legt ein großes Paket auf ihren Gepäckträger und schiebt in Richtung Apotheke.

Eine Frau sammelt eine umherfliegende, leere Tüte ein. Eine andere sieht ihr dabei zu, murmelt: „Dat dat heut noch einer macht“, und schlurft weiter.

Zettel: Man sollte viel mehr aufpassen. Am besten auf sich selbst.

Einzig beim Kaffeeröster ist es voll. Es ist Schlussverkauf: übrige gebliebene Sportkleidung, Dekoration und allerlei Unnützliches gibt es zum halben Preis. Ein Mann möchte eine Kapsel-Kaffeemaschine kaufen und lässt sich die Mechanik erklären. Danach möchte er direkt drei Maschinen kaufen, zum Verschenken.

Der Wind draußen frischt auf. Vor dem Blumenladen gegenüber kippen die Vasen um.

Phoenixsee, Sturm

Auf dem Hügel am See bin ich allein. Die Spaziergänger unten am Ufer: allesamt Hundebesitzer. Zügigen Schrittes marschieren sie aneinander vorbei.

Ich stehe im Wind und sehe den Wolken zu. Das Wasser kräuselt sich. Böen drücken das Grad nieder. Bäume wiegen sich. Dann beginnt es zu regnen.

Am Wochenende sah ich einen Film.

Ich schaue nicht oft Filme. Die Filme, die ich schaue, lassen sich, aufs Jahr gesehen, an zwei Händen abzählen, wenn man mal vom Sonntagabend-Tatort absieht. In der Woche sehe ich kaum fern, nicht aus Abneigung gegen das Gerät, sondern weil ich, wenn ich die Wahl habe, meist andere Unternehmungen als schöner oder dringlicher empfinde. Ins Kino gehe ich quasi nie, vielleicht zweimal im Jahr.

Am Wochenende aber sah ich einen Film: All is lost mit Robert Redford.

Robert Redford ist der einzige Schauspieler im Film. Es wird auch so gut wie nicht gesprochen, 100 Minuten lang. Und es ist ein toller Film.

Ich mag Bücher und Filme immer dann ganz besonders, wenn sie Lücken lassen für Fantasie, für Interpretation und für das eigene Leben. Als Leser nicht vorgekaut zu bekommen, was man denken soll, ist toll; und eine Freiheit, die ein Autor erstmal aushalten muss: Das Verständnis des Lesers vom Text und von den Bildern kann schließlich ein ganz anderes sein.

Dadurch, dass Redford nichts sagt, dass wir ihm nur zusehen, wie er seinen Schiffbruch erst zu verhindern versucht und dann erleidet, bleibt viel Platz für Fragen. Was macht er da jetzt? Warum tut er das? Viele Handgriffe und Handlungen Redfords erklären sich erst mit den nächsten Handgriffen und Handlungen – weshalb ich als Zuschauer den ganzen Film über mitdenke und nah bei der Hauptperson bin. Ein toller Kniff.

Segler und Logik-Freunde müssen manchmal wegschauen; an manchen Stellen ist der Film halt Hollywood. Aber egal.

Wenn Sie mal 100 Minuten Zeit haben, fahren Sie mit Herrn Redford in den Indischen Ozean. Es lohnt sich.

Dieser Tage streife ich nichtsahnend durch den Supermarkt, als – boah!

Skyr im Supermarktregal

Skyr! Nur eine Armlänge von mir entfernt! Seit vierzehn Jahren träume ich davon, dass Skyr es aus Island nach Deutschland schafft (historisches Tondokument aus dem Urlaub).

Falls Sie Skyr nicht kennen: Es ist ein Milchprodukt, irgendwas zwischen Quark und Joghurt. Sehr cremig, man vermutet 500 Kalorien pro Löffel. Tatsächlich ist er relativ fettarm. Darum geht’s aber nicht: Isländischer Skyr ist einfach wahnsinnig lecker.

Jetzt gibt’s die Ar*la-Variante in Deutschland. Ich bin entzückt. Natürlich habe ich direkt zwei Becher gekauft. Und probiert.

Skyr im Test

Vielleicht verklärt meine Erinnerung den Geschmack. Vielleicht entspricht aber auch die hiesige Adaption nicht ganz der isländischen. Auf Island schmeckte Skyr besser.

Aber hey – egal. Skyr!! <3

Tagelange, aufopferungsvolle Probe-Essungen haben nun ergeben: Heidelbeermarmelade pimpt den Skyr ins Optimum.

Sagte ich schon, dass ich mich über Skyr freue?

Am 12. jeden Monats findet in Blogs das Fotoprojekt “12von12″ statt:

12 Bilder vom 12. Tag

Gestern war ein Sonntag, den ich komplett zu Hause verbracht habe. Der Tag begann mit einem sehr schönen Anblick:

Das Fachwerk des Gewächshauses steht. Während des Frühstücks habe ich es ausgiebig betrachtet und mich daran erfreut.

#12von12: Gewächshaus - der Fachwerkrahmen steht

Nach dem Frühstück waren noch ein paar kleinere Arbeit zu machen. Traugott hatte seinen großen Auftritt als Steighilfe.

#12von12: Getränkekasten Traugott Simon beim Gewächshausbau

Auch wenn ich mittlerweile weiß, wo ich Traugott loswerden kann – er ist mir so sehr ans Herz gewachsen, dass ich es gar nicht mehr möchte. Überdies werden sich für Traugott im Zuge der Gewächshauseinrichtung sicherlich noch einige Aufgaben ergeben. Es ist mit ihm ein bisschen wie mit Apple-Produkten: Bevor man sie nicht besitzt, weiß man gar nicht, dass man sie braucht.

Gestern hatte ich Besuch: Der Stammtisch tagte. Die nächsten Bilder werden sich deshalb mit kulinarischen Themen befassen.

Zunächst habe ich im Garten Johannisbeeren gepflückt:

#12von12: Schale frisch gepflückter Johannisbeeren

Außerdem habe ich die ersten Zucchini geerntet:

#12von12: Erste Zucchini aus dem Garten

Dann ging’s an die Grillvorbereitungen: Teig kneten, Gemüse schnibbeln, Marinaden anrühren, Bowle machen, Dessert mixen.

#12von12: Grillvorbereitungen auf der Küchenanrichte

Am Samstag war ich einkaufen. Dabei sind mir eine Flasche Cachaça, Limetten und Rohrzucker in den Wagen gerollt. Das ist mir allerdings erst im Nachhinein aufgefallen.

#12von12: Obstkorb mit Limetten und Chili

Aber was solls. Wenn ich die Zutaten schonmal da habe, kann ich mir in den nächsten Tagen auch mal einen Caipirinha machen. Die Sachen verkommen ja sonst.

Das Dessert für den Abend: Beeren-Fool. Ich habe einen Faible für Desserts mit nur drei Zutaten. Bei diesem sind es auch nur drei: Beeren, Sahne, Puderzucker. Die Beeren pürieren, Sahne und Puderzucker mixen und steif schlagen, schichten, fertig.

#12von12: Dessert aus Beeren und Sahne

Nochmal durchsaugen und Tisch decken:

#12von12: gedeckter Tisch

Die Bowle gab uns zwischenzeitlich Rätsel auf.

Zunächst das Rezept: Holunderblütensirup und Rose Lime Juice in gleichen Teilen, ein bisschen Limettensaft, crushed ice. Mit Tonic Water auffüllen. Ich habe ein paar dekorative Johannisbeeren dazugegeben. Man kann auch anderes Obst nehmen oder es weglassen.

Gibt man die Bowle ins Glas, schwimmen die Johannisbeeren oben.

#12von12: Wasserglas - Johannisbeeren oben

Trinkt man das Glas aus und füllt es mit Mineralwasser auf, schwimmen die Johannisbeeren unten.

#12von12: Wasserglas - Johannisbeeren unten

Möchte man danach wieder ein Glas Bowle und füllt Bowle auf, dümpeln die vorhandenen Johannisbeeren weiterhin am Grund. Die neu dazugekommenen schwimmen oben.

#12von12: Wasserglas - Johannisbeeren oben und unten

Wir haben nachgedacht und sind dann recht schnell auf eine Lösung gekommen.

Haben Sie auch eine Idee?



In diesem Kaffeehaus werden anonym Daten verarbeitet. Indem Sie auf „Ja, ich bin einverstanden“ klicken, bestätigen Sie, dass Sie mit dem Datenschutz dieser Website glücklich sind. Dieser Hinweis kommt dann nicht mehr wieder. Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen