Zurück im Alltag
Zurück im Alltag | Eine Maiwanderung, ein Geburtstag, eine Konfirmation, mehrere Krankenbesuche und ein Bandscheibenvorfall mit viel Aufregung im näheren Umfeld – die vergangenen sechs Tage hatten Einiges zu bieten. Deshalb beschränke ich mich heute auf Empfehlungen, eine Frage und ein Foto von den Schweinen.
#Serviceblog | Webinar: Entscheidungen treffen mit und ohne KI. 90 Minuten, kompakt und kostenlos von meiner geschätzten Kollegin Andrea Schmitt. Termin: Montag, 18. Mai, 16:30 Uhr. Ich bin dabei. Wer noch?
Freie Plätze | Es sind wieder Plätze frei geworden bei meinem Tagesworkshop „Angemessen und professionell bleibt, auch wenn es ruckelt“ am 3. Juli in Dülmen. Kommt vorbei!
Wir werden darüber sprechen, wie man in angespannten Situationen emotionale Distanz wahrt. Wir schauen auf Souveränität und aufs Souveränbleiben, auch wenn es gerade chaotisch läuft. Manchmal sind es auch Vorgesetzte, Kolleg’innen und Menschen aus dem privaten Umfeld, die ein Spannungsgefühl in uns auslösen. Wir sprechen darüber, wie wir das auflösen können. Infos und Anmeldung
Leser’innenfrage | Eine Frage aus der Themen-Vorschlagsliste: „Was mögen Sie gerne an Haltern?“
Ich mag, dass es viele Menschen in Haltern gibt, die zusammenhalten und einander helfen, in größeren Initiativen und Vereinen, aber auch im Kleinen, bei nachbarschaftlichen und freundschaftlichen Handgriffen. Am Wochenende brauchten wir zum Beispiel für einen Tag einen Rollstuhl, und es fand sich schnell jemand, der ihn uns vertrauensvoll lieh. Ich mag die kurzen Wege – ich kann vieles mit dem Fahrrad machen. Es ist flach, ich fahre die sechs Kilometer von mir bis in die Innenstadt fast ohne Autokontakt. Ich mag, dass wir in Haltern viel Windkraft produzieren, und das nicht nur privatwirtschaftlich, sondern auch genossenschaftlich. Haltern ist gut an die Bahn angebunden, man ist schnell woanders und kommt gut wieder nach Hause; das ist sowohl beruflich als auch privat sehr prima. Ich bin gerne auf dem Wochenmarkt: nicht jeden Freitagmorgen habe ich Zeit dazu, aber wenn, dann genieße ich es. Ich mag, was die Kirchengemeinden in Haltern machen: modern, zugewandt und ideenreich. Haltern ist ein guter Ort für Kinder, um aufzuwachsen – in Nachbarschaften, mit guten Schulen, Natur und viel eigenem Freiraum. Die Hofläden hier sind toll – und der Ketteler Hof, ein schöner Ort für Familien. Haltern hat einen eigenen Christopher Street Day – das ist ein gutes Zeichen für solch eine kleine Stadt; ebenso, dass es einen Asylkreis und das Forum für Demokratie, Respekt und Vielfalt gibt. Dass vom Schützenverein bis zum linken Forum alle miteinander reden und trotz unterschiedlicher Meinungen immer noch einen gemeinsamen Nenner finden, ist gerade in diesen Zeiten unglaublich wichtig. Und zuletzt: Die Seen, die Heide und der Wald sind natürlich auch nett.
Keine weiteren Fragen in der Liste. Ich freue mich auf neue Einträge!
Newsletter | In meinem Newsletter schrieb ich darüber, wie Betriebe ihre Auszubildenden besser unterstützen können – eine Ausgabe für Ausbildungskoordinatoren und Praxisanleiterinnen. Hier kann man es nachlesen. Wenn Sie den Newsletter in Ihrem Postfach haben wollen: hier entlang. Er erscheint ungefähr einmal im Monat. Ich teile Wissen und Erfahrungen aus meinem Berufsalltag.
Geschaut | Rose mit Sandra Hüller im Schlosstheater Münster. Die fiktive Geschichte eines Frau in Manneskleidung, die als Soldat in ein Dorf kommt und sich als Erbe eines Hofes vorstellt. Der Hof wird übergeben und Rose, so der Name der Frau, bewirtschaftet das Land – und heiratet. Es kommt sogar ein Kind. Ein minimalistisch in schwarz-weiß gedrehter Film, mit barocker Sprache und viel mimischem Spiel. Hat mir gut gefallen – trotz der Kritik der Schriftstellerin Agnes Seidele, die den Machern vorwirft, sich zahlreiche Details aus dem Leben der historischen Person Catharina Margharita Link zu eigen gemacht zu haben, zusammengefasst zu lesen in der Wikipedia. Die Kritik nehme ich allerdings zum Anlass, mir den Roman Rosenstengel, die Geschichte der Catharina Linck, auf die Wunschliste zu setzen.
Geschaut | Grönemeyer – Alles wird anders. Schöne Doku, gern gesehen. Ein 70-Jähriger, der innerlich jünger ist als manch 30-Jähriger, schaut auf sich und sein früheres Ich, reflektiert und selbstironisch. Man möchte ihn sofort heiraten.
Gehört | Mikroökonomen – der Podcast für Wirtschaft: Was kostet uns Katherina Reiche? Das Handeln der Wirtschaftsministerin, betrachtet durch die Brille der Wirtschaftswissenschaften. Spoiler: Auch diese Perspektive lässt keine Kompetenz erkennen, die der Gesamtgesellschaft zugute kommt.
Gehört | Ich habe den Podcast Aus dem Hörsaal von Deutschlandfunk Nova wiederentdeckt. Was für ein tolles Format! Wissenschaftler’innen erzählen in allgemeinverständlichen Vorlesungen aus ihrem Fachgebiet. Mit besonderem Interesse habe ich gehört: Warum unsere Gesellschaft Vertrauen braucht – der Soziologe Aladin El-Mafaalani leitet her, wie Misstrauensgemeinschaften die aktuelle Gesellschaft prägen und was man (nicht) gegen sie tun kann. Und: Anders, aber völlig richtig im Kopf – der Neuropsychologe André Zimpel erzählt, wie er Neurodiversität misst, wie sich die Ergebnisse dieser Messungen im Alltag zeigen und was wir daraus für uns ableiten können.
Gelesen | Jørn Lier: Sak 1569. En William Wisting Krimi. Ein klassischer Kriminalfall: Der Kommissar bekommt anonyme Briefe. Er rollt einen alten Fall wieder auf und stößt auf Widersprüche. Es gibt wechselnde Verdächtige, einige Plot-Twists und einen bodenständigen Ermittler. Das Ganze in einem Dänisch, das man auch als Anfängerin gut lesen kann. Gefiel mir gut. Ich habe mir zwei weitere Wisting-Krimis bestellt.
Gelesen | Hiltrud Baier: Mai, Juni, Juli. Linnea Lindblad, schwedische Sterneköchin und Gastgeberin einer TV-Kochshow, braucht eine Auszeit. Sie borgt sich den Volvo ihres Kumpels und fährt in ein kleines Dorf im Norden. Vorhersehbare, deutlich eindimensionale Story, garniert mit einer Liebesgeschichte. Gut fürs Urlaubsgehirn oder zum Runterlesen im Zug.
Gelesen | Herr Buddenbohm macht interessante Beobachtungen zur Wirkung der Sozialraumläufer in Hamburg: Auswechselsitzenbleiber.
Gelesen | Nochmal Herr Buddenbohm, diesmal zu KI in seinem Unternehmen: Berufsanfängerinnen auf Speed
Positionen für Berufsanfängerinnen und überhaupt Jobs auf diesem Kenntnisniveau, das konnte man in den letzten Wochen überall lesen, spart man gerade en masse ein. Weil die KI gerade diese Aufgaben so besonders leicht übernehmen kann. Und auch noch sofort. […]
Erheiternd finde ich jedenfalls am Rande, dass ich die Ergebnisse solcher mit KI erstellten Monitoring-Varianten und Analysen gerade genauer geprüft habe. Mit dem faszinierenden Ergebnis, dass man die Berufsanfängerin in ihrer Leistung durch die KI selbstverständlich vollständig ersetzen kann, es wird kaum überraschen. Allerdings ersetzt sie diese auch in ihren Fehlern. Es wird ungenau und flüchtig gelesen, es werden Zusammenhänge nicht verstanden oder nur halb, es werden Quellen verwechselt, entscheidende Vokabeln leider falsch gedeutet etc.
Schweine | Eine Welt gänzlich ohne KI, geerdet und emotional:





































































