Draußen nur Kännchen Kaffeehaus mit ♥

Virale Beschäftigung | Corona beschäftigt mich gerade sehr stark – weil es meine Kunden beschäftigt. Nachfolgend einige lose Bemerknisse.


Kurvendiskussion | Man kann die Absage von Veranstaltungen und die behördlichen Entscheidungen richtig finden und trotzdem den Kopf über Hamsterkäufer schütteln. Man kann völlig unpanisch sein, und trotzdem versuchen, sein Verhalten anzupassen. Das geht gut, das ist kein Widerspruch.

Worum es bei Geisterspielen, Veranstaltungsabsagen und der Vermeidung von Dienstreisen eigentlich geht – in einer Grafik:

https://twitter.com/betablogr/status/1236924443093499904

Das Ganze auf Deutsch, mit Kurve, nochmal bei der FAZ. Eindrücklich auch diese Grafik:

https://twitter.com/clausvonwagner/status/1237320829698027523

Quelle: Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America

Die Nachrichten aus Bergamo sind in diesem Zusammenhang leider sehr besorgniserregend. Dort ging die Kurve steil hoch. Die italienischen Ärzte machen dort nun faktisch Triage: Der Krankenhausarzt Christian Salaroli sagt, man entscheide nach den Faktoren Alter und Gesundheitszustand, inwieweit sich eine Behandlung lohne – oder ob ein anderer Patient größere Chancen habe und deshalb einen der Beatmungsplätze erhalte, wie im Krieg. Er ruft dazu auf, zu Hause zu bleiben (Übersetzung von mir):

State a casa. State a casa. Non mi stanco di ripeterlo. Vedo troppa gente per strada. La miglior risposta a questo virus è non andare in giro. Voi non immaginate cosa succede qui dentro. State a casa.

(Bleibt zu Hause. Bleibt zu Hause. Ich werde nicht müde, das zu wiederholen. Ich sehe zu viele Leute auf den Straßen. Die beste Antwort auf das Virus ist, nicht raus zu gehen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, was hier drin los ist. Bleibt zu Hause.)

Coronavirus, il medico di Bergamo: „Negli ospedali siamo come in guerra. A tutti dico: state a casa“

Wie Salaroli spricht auch sein Kollege Daniel Macchini von „Krieg“: Text im Tagesspiegel.

State a casa. Bleibt zu Hause. Ich werde am Freitag noch ein Seminar besuchen (wenn es denn stattfindet), und mich danach etwas einschränken, neben der Arbeit, völlig unpanisch, um dazu beizutragen, dass die Kurve flach bleibt.


Der Kapitalismus | Ich höre immer wieder Kritik daran, dass die Berichterstattung die Folgen für die Wirtschaft thematisiert. Es gehe doch um Menschenleben und die Gesellschaft, da sei Kapitalismusdenken ja wohl fehl am Platze.

Ich habe bereits Auftragseinbußen. Bislang nicht besorgniserregend. Aber wenn im zweiten Halbjahr weitere Aufträge wegbrechen oder wenn ich erst gar keine Aufträge erhalte, weil die Unternehmen, die mich eigentlich engagiert hätten, erstmal ihre Verluste aufholen müssen – dann macht mir das Sorgen. Ich bin noch gut dran, ich habe Reserven und bin allein. Viele Freiberufler haben keine ausreichenden Rücklagen, um mehrere Monate zu überstehen – und haben zudem Familie und Kinder. Für uns gibt es kein Kurzarbeitergeld und keine staatlichen Hilfen.

Es gibt schon jetzt zahlreiche Messe-, Transport- und andere Unternehmen, die ihre Verluste kaum tragen können. Das sind keine Konzerne mit Vorständen und Boni. Das sind Menschen, die eine Idee hatten und die etwas aufgebaut haben. Sie beschäftigen weitere Menschen und geben ihnen Arbeit. Sie alle haben nichts falsch gemacht, sie haben richtig gewirtschaftet – dennoch reicht es nicht, weil zu schnell zu viel wegbricht. Da gibt es momentan bereits viel Verzweiflung, weil Leute sehen, dass ihre Reserven nicht ausreichen werden, um über viele Monate die Löhne weiter zu bezahlen. Beide, Angestellte und Unternehmerinnen, sind Nachbarn, Bekannte, Freunde. Das ist nicht der böse Kapitalismus. Das sind Wir – genauso wie all die Menschen, die nicht krank werden sollen, Wir sind.

Fresskoma | Noch ein bisschen Meerschwein-Content.

Meerschwein an Futterschälchen mit Paprika

Am Freitag war ich damit betraut, die Schweine zu füttern. Ich servierte ihnen die Mittagsmahlzeit. Es gab Salat. Ich war nicht im Detail unterwiesen, wie viel Salat es sein sollte. Ich dachte: Einen kleinen Nachschlag hat jeder verdient. Also gab es für jedes Schwein ein Schälchen und ein halbes.

Eineinhalb Stunden später ging ich wieder zum Käfig. Lucien lag auf der Seite, die Füßchen von sich gestreckt, das Maul leicht geöffnet. Ich dachte: „Ohgottohgottohgott. Das Schwein ist verstorben.“ Es war mir sehr unangenehm. In meiner Obhut!

Ich stupste Lucien an. Nichts. Ich stupste fester. Nichts. Ich sah ihn an. Er atmete nicht. Ich stupste noch fester.

STUPS!!!1!!!11!!

Lucien schreckte hoch. Er glotzte verstört. Ich schreckte zurück und riss mir dabei den Stupsfinger am Gitter auf. Wir sahen uns an. Er zwinkerte. Ich murmelte: „Entschuldigung.“


Markt | In Schriesheim war Matheisenmarkt.

Ich kaufte eine Flaschenbürste. Das klingt erstmal wenig erwähnenswert, aber ich suche seit Monaten ein Gerät, mit dem ich Vasen und Trinkflaschen säubern kann. Immer denke ich: Ich musst mal zum Wochenmarkt zu diesem Bürstenstand fahren. Dann vergesse ich das wieder, bis ich vor einer Flasche stehe, für die ich eine Flaschenbürste brauche.

Auf dem Matheisenmarkt sah ich einen Marktstand und schlug zu. Das hat mich glücklich gemacht: einmal beim Kauf in Schriesheim und einmal in Dortmund, als ich sie in die Küche legte.


Ehrenamt | Von Schriesheim aus fuhr ich nach Dortmund, und heute von Dortmund nach Düsseldorf.

In Düsseldorf war Distriktsversammlung des Ladies‘ Circle. Weil ich aktuell in Dortmind Präsidentin bin und auch, weil es nett ist, andere Frauen kennenzulernen, fuhr ich dorthin.

Folie "2. Distriktsversammlung im D7 - Herzlich willkommen", neben der Leinwand Hirschgeweihe

Wir besprachen allerlei, wählten eine neue Distriktspräsidentin, und ich kam mit Infos zurück, die ich den Dortmunderinnen erzählen kann. Außerdem lernten wir, Saftcocktails für die gute Sache zu mixen.


Gehört | Auf den Fahrten von Dortmund nach Karlsruhe, von Karlsruhe nach Heidelberg und von Heidelberg nach Dortmund hörte ich alle Folgen des Podcasts „Coronavirus-Update“ mit Christian Drosten, dem Virologen der Berliner Charité. Das ist ein sehr guter Podcast, ich kann ihn rundweg empfehlen. Ich fühle mich nun sehr informiert. Gleichzeitig weiß ich, dass ich es kriegen werde, genauso wie wir alle es kriegen werden – es fragt sich nur, wann. Alles in allem beruhigt der Podcast ungemein, denn er erkärt viele Zusammenhänge: Warum das Virus für die meisten von uns ungefährlich ist, für uns als Gesellschaft aber dennoch bedrohlich; wie die Ansteckung vonstatten geht, was der Unterschied zur jährlichen Grippe ist und warum es trotz geringem persönlichem Risiko sinnvoll ist, Großveranstaltungen zu meiden.

Gelesen | What’s Really Holding Women Back? Eine umfassende Untersuchung, was Frauen davon abhält, in Fühurngspositionen aufzusteigen. Die Antwort ist, kurz gefasst: die gleiche Firmenkultur, die auch Männern auf den Sack geht. Nur, dass die Männer sich dem Gruppendruck beugen, Frauen nicht.

Heidelberger Gästeservice | Gestern Morgen bekam ich Kaffee ans Bett.

Becher mit Aufschrift "Dort-Mund"" - mit Pfeil zum Tassenrand; Bettdecke

Danach verschwand die Freundin zur Arbeit, und ich legte ungeheuerliche Produktivität an den Tag.

Erst telefonierte ich mit der potentiellen Kundin A, wir besprachen ihr Anliegen. Dann telefonierte ich mit einer Dame, der ich zugesagt hatte, sie in einer Fragestellung zu coachen. Anschließend machte ich das Angebot für Kundin A fertig und versendete es. Dann rief Kunde B an, wir besprachen uns kurz und machten einen Termin für Dienstag aus. Dann beantwortete ich eine Fragestellung von Kunde C, die per Mail hereingekommen war und die etwas Dokumentationsaufwand erforderte. Anschließend begann ich damit, das Beratungspapier für Kundin D zusammenzuschreiben – der Termin vom Donnerstag. Zwischendrin rief Kunde B wieder an, diesmal ein anderer Mitarbeiter; wir telefonierten über weitere Fragestellungen. Danach setzte ich mich wieder ans Papier für D; wir hatten allerhand besprochen – es wurde sieben Seiten lang. Anschließend buchte ich noch die Zeiten der Woche für Kunde B und gab meine Umsatzsteuervoranmeldung für Februar ab.

Dass ich so produktiv war, lag wohl auch daran, dass ich keine Möglichkeit zu prokrastinieren hatte. Ich hätte die Kaffeemaschine entkalken können, begann auch sehr engagiert mit dem Lesen der Bedienungsanleitung, fand es dann aber zu fordernd, ließ davon ab und wandte mich wieder meiner Arbeit zu.


Lucien | Hier in Heidelberg wohnen zwei Meerschweine. Eins von ihnen ist Lucien Favre. Lucien ist etwas langsam im Denken, aber engagiert am Futtertrog. Ihm ist vieles egal, außer es handelt sich um Salat.

Meerschwein aus der Nähe, glotzend

Er trägt seinen Namen, weil er genauso viel Lebendigkeit an den Tag legt wie ein gewisser Trainer. Peu à peu.


Hochgeistiges | Berichtenswert ist darüber hinaus dieses Getränk.

Getränk in kleinem, hohen Glas: weiß mit Blume drauf

Es handelt sich um einen „White Shadow“: Tequila, Quitte, Agave, Buttermilch, Salz. Großartig.


Gelesen | Wer denkt, Corona würde Reisetätigkeit senken und deshalb zumindest beim Klimaschutz helfen: Airlines in Großbritannien lassen ihre Flugzeuge als leere „ghost flights“ durch die Gegend fliegen, damit sie ihre Landeslots an den Flughäfen nicht verlieren.

Gelesen | „Lasst uns noch mal leuchten“ – Drei Frauen unterhalten sich über die Wechseljahre

Blumendeko | Ich war in Karlsruhe. Dort stolperte ich auf der Suche nach einem Abendessen durch einen Stadtteil und landete in einem Pub. Der Stadtteil war ruhig, sehr ruhig, die Straßen leer. Kein Wunder, die Leute waren alle im Pub! Tischdeko:

Bierkrug mit Besteck, Aufschrift "Oxford Pub", davor ein Kaktus

Ich musste mich etwas an den Dialekt gewöhnen.

„Ich möchte gern zahlen.“
„Ai joo, kommscht vor?“
„…. ??? … Ja! Natürlich.“


Ordnen | Heute war ich zu Besuch bei einer Kundin und habe gemeinsam mit ihr Fragestellungen aus dem Unternehmen besprochen. Ich lasse die Menschen immer erst erzählen; sage ihnen, sie sollen einfach irgendwo anfangen. Es ist dann spannend, mit welchen Themen sie ihre Schilderungen beginnen; das kann einfach nur das Reizthema sein, das am aktuellsten ist. Oft gibt der Ausgangspunkt der Schilderungen aber noch weitere Hinweise.

Einer meiner Jobs ist, erstmal Ordnung in die Vielfalt der Fragestellungen zu bringen. Es gibt eigentlich immer Zusammenhänge und Verbindungen. Wenn man mittendrin steckt, sieht man sie nicht so gut – aus meiner externen Position geht das besser. Da hilft dann manchmal schon ein einzelnes Gespräch, danach sind die Dinge gleich geordneter, und Lösungen tun sich auf.

Die Kundin bekommt jetzt noch eine schriftliche Zusammenfassung mit unseren Gedanken. Wenn ich das Gespräch etwas sacken lasse, ordnet sich auch bei mir nochmal einiges. Manchmal kommt dann noch der ein oder andere Gedanke dazu. (Manchmal auch nicht.)

Danach fuhr ich in strömendem Daurregen nach Heidelberg. Herrje, seit ich aus dem Urlaub wieder da bin, regnet es gefühlt in einem fort. Nachmittagspäuschen im Café:

Blick auf dem Café auf die Straße, gegenüber Altstadthäuser

Ich schrieb dort die Wahrnehmungen des Vormittags zusammen. Da waren die Eindrücke noch frisch.


Gelesen | Der Igel. Hach.

Und all diese Orte. Ich möchte eine Serie machen über Orte, wie sie existieren in der Erinnerung, in der Vergangenheit, in einem kurzen Augenblick, in genau diesem Licht und sonst nicht.

Vielleicht erzähle ich auch mal von solchen Orten. Vielleicht.

Gelesen | In Norditalien floss Wein aus dem Wasserhahn, Lambrusco.Gibt Schlimmeres.

Syrien | Waad Al-Kateab ist eine junge Regisseurin. Sie lebt in Aleppo. Sie verliebt sich in den Arzt Hamza. Der Krieg bricht aus. Die beiden heiraten. Rebellen besetzen Aleppo. Waad wird schwanger. Sie und Hamza bekommen eine Tochter: Sama.

Russen und das syrische Regime bombardieren Aleppo nun jeden Tag. Hamza arbeitet im letzten funktionierenden Krankenhaus der Stadt. Waad filmt ihr Leben und das ihrer Tochter Sama. Es entsteht ein mächtiger und gleichsam fürchterlicher Dokumentarfilm.

Derweil werden vor Griechenlands Grenzen Menschen wie Sama, Hamza und Waad mit Tränengas beschossen.


Corona und ich | Die Auswirkungen von Corona kommen bei mir an: Ein Kunde hängt am Messegeschäft. Ich hänge am Kunden. Messen werden abgesagt, der Kunde verschiebt meinen Auftrag auf unbestimmt. Wir bleiben in Kontakt und hoffen nun beide, dass die Infektionskurve rasch abflacht.


Gelesen | Aufruhr in mittleren Jahren von Nina Lykke, aus dem Norwegischen von Ina Kronenberger und Sylvia Kall. Klappentext:

Ingrid und Jan, beide um die 50, sind seit 25 Jahren verheiratet. In Oslo führen sie ein Leben in Wohlstand. Doch Ingrid kann nicht mehr – die freudlose Ehe frustriert sie, und von den halbwüchsigen Söhnen ist kein Trost zu erwarten. Während Ingrid eine Therapie beginnt, schlittert Jan in eine Affäre mit seiner jungen Kollegin Hanne. Hanne drängt den zaudernden Jan, Ingrid zu verlassen. Diese zieht kurzerhand in ihr Auto und fühlt zum ersten Mal seit langem eine tiefe Zufriedenheit.

btb Verlag

Großartiges Buch. Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt: Jans, Ingrids und aus Sicht von Hanne, Jans Geliebter. Die Figuren sind nahbar und vielschichtig – und sie wandeln sich im Laufe der Erzählung. Subtil, bitter, bissig, tragikkomisch. Ich bin sicher, Sie werden sich wiedererkennen – oder Freunde. Oder Bekannte. Oder Ihre heranwachsenden Kinder.

Nachbarschaftsbewaffelung | Das Jahr 2020 schenkte uns einen zusätzlichen Tag. Wie kann man ihn angemessener begehen als mit Waffeln?

Weil es so schön war, setzten wir das Gelage am Abend fort – mit ein paar Kleinigkeiten, Dips und frisch gebackenem Brot.


Alltagsfreude | Meine neuen Türen sind so schön, die Terrassentür fühlt sich so neu und schwer und toll an – ich könnte sie den ganzen Tag auf und zu machen. Hach. Gut, dass ich am Donnerstag und Freitag im Homeoffice war.

Heute habe ich für das Kfw-Zuschussportal die Rechnung eingereicht. Mal schauen, ob das tatsächlich so einfach klappt und ich die 20 Prozent Förderung bekomme.


Weniger ist mehr | Im Februar war ich Testnutzerin eines neuen Tagesspiegel-Angebots, dem „Background Gesundheit & E-Health“, einem täglichen Newsletter. Das Produkt ist für mich interessant, weil ich gerade für einen Kunden im Gesundheitssektor tätig bin. Da kann Hintergrund nicht schaden.

Der Newsletter enthält jeweils eine Presseschau und bis zu zehn zum Teil sehr lange Texte: Berichte, Hintergrund, auch mal ein Portrait. Nun endet die Testphase und wer den Newsletter weiter beziehen möchte, soll dafür zahlen, 179 Euro im Monat (Frühbucherpreis 139 Euro). Das Abo ist jährlich kündbar.

Das ist zu viel. Von allem. Zu viele Ausgaben, zu viel Inhalt, zu viel Geld, zu lange Vertragslaufzeit. Ich schaffe es nicht, täglich zehn lange Texte zu lesen, ich möchte das auch nicht. Das ist mir alles zu kleinteilig. Ich möchte diesen Newsletter nicht täglich bekommen: Einmal pro Woche Hintergründe und Zusammenhänge, das wäre prima. Außerdem möchte ich dafür nicht 180 Euro pro Monat (!) ausgeben – und das zwangsweise für ein Jahr. Das passt nicht zu meinen Projektlaufzeiten.

Weil ich mich der Verlagsbranche immer noch verbunden fühle, weil ich Testnutzerin bin und als Signal, dass ich durchaus an einem Angebot mit gesundheitspolitischen Beiträgen interessiert bin, schrieb ich all das an den Tagesspiegel – und auch, dass ich bis zu 50 Euro pro Monat für einen wöchentlichen Newsletter zahlen würde, also mehr als zehn Euro pro gut recherchierter Ausgabe, allerdings monatlich kündbar. Ich erhielt die Antwort, dass man mir zu dem vorgeschlagenen Preis leider kein Angebot machen könne; das Frühbucherangebot von 139 Euro sei schließlich schon um jährlich 480 Euro gegenüber dem Listenpreis vergünstigt.

Dabei wäre Dreisatz-Könnern direkt aufgefallen: Ich bin sogar bereit, mehr zu bezahlen als den Listenpreis – bezogen auf die einzelne Ausgabe. Die Verlagsbranche hat aber offenbar die Idee „Viel hilft viel“ verinnerlicht: tägliches Erscheinen bei langen Abolaufzeiten. Dabei ist es doch so: Wenn der Nutzen für mich ausreichend hoch ist – das heißt im besten Fall: wenn ich das Bezahlte selbst wieder monetarisieren kann -, bin ich bereit, eine verhältnismäßig hohe Summe für verhältnismäßig wenig zu zahlen. Wenig ist in dem Fall ein Plus! Wenn ich hingegen mehr bekomme, als ich benötige, fühle ich mich schlecht – weil ich nicht nutze, wofür ich bezahle.


Faber | Es passiert mir immer häufiger, dass ich durch die Kinder mir nahe stehender Menschen auf neue Musik stoße. Ich bin nun offensichtlich so alt, dass die Musikanten, die die Jugend hört, mir nicht mehr einfach so begegnen; ich muss sie mir zugänglich machen.

So wurde ich am Wochenende auf Faber aufmerksam, hörte mich durch diverse Playlisten und bin hocherfreut. Das ist ja ganz famos!


Serviceblog „Corona spezial“ | Ay, Corona! Ein guter Überblick zu allem, was man wissen muss. Corona-Podcast von NDR Info. Hotline für Kranke und Besorgte: 116117.

Ich hege in dem Zusammenhang einen Verdacht: Den vielen Menschen, die plötzlich Seife und Desinfektionsmittel kaufen, war das Prinzip „Händewaschen“ bislang offenbar fremd.


Gelesen | Deutschland richtet 2025 und 2027 Handball-Weltmeisterschaften aus: 2025 findet die Handball-WM der Frauen statt. Zwei Jahre später, 2027, die WM der Männer.

Gelesen | Einer der mächtigsten Gletscher der Antarktis, der Thwaites-Gletscher, droht ins Meet zu rutschen. Geschieht dies, könnte der Meeresspiegel massiv ansteigen. Größter Einflussfaktor ist die Temperatur der Meeresströmungen. Die Antarktis erlebte zuletzt einen der wärmsten Februartage, die es jemals gab: An einer Forschungsstation wurden 18,6 Grad gemessen.

Gelesen | Anke Gröner hat für ihre Disseration in Kunstgeschichte im Bundesarchiv recherchiert und ein paar Bundestränchen verdrückt.

Gelesen | Ein mutmaßlicher Mafia-Pate aus Montenegro wird in Hannover operiert. 2.456 Polizisten sind im Einsatz. [€] Rekonstruktion eines Thrillers.

Gelesen | Wer glücklich werden will, muss seine Eltern enttäuschen [€]. Ein Stück über die stillen Aufträge der Familie: unausgesprochene Erwartungen und emotionale Abhängigkeit.

Ebenso wirksam ist Schweigen. Wenn über etwas nicht geredet werden darf. Dass Mutter trinkt. Dass Opa in der SS war. Dass Vater eine heimliche Geliebte hat. Dass die Firma insolvent ist. In Familiengeheimnissen stecken mehrere Botschaften, inhaltliche und formelle. Das, worum es geht, ist oft schambehaftet, der Auftrag lautet: Erzähl niemandem davon! Und dass darüber nicht geredet werden darf, birgt in sich die Lehre, dass Offenheit nach außen schlecht ist und Kommunikation nach innen nicht gewünscht ist. So wird das Kind zum Hüter der Integrität seiner Familie und zu einem Geheimnisträger seinen Gefühlen gegenüber. Denn worüber nicht geredet werden darf, das muss auch im eigenen Inneren möglichst unangetastet bleiben.

Ums Eck | Die Welt der DHL-Filialen wird stetig größer und bunter. Hier im Ruhrgebiet bieten immer mehr Kioske Paketannahme und -abholung an. Meine Pakete landen deshalb neuerdings in einer Trinkhalle am jenseitigen Ende des Stadtteils. Der Name des Besitzer ist sehr lang und liest sich wie eine bergige Eisenbahnstrecke. Das Internet sagt mir, dass es sich um einen tamilischen Namen handelt.

Der Ort des Tamilen ist ein wunderbarer. Rechts neben dem Eingang befinden sich, auf Regalbrettern aufgereiht, eine ganze Wand voller Gläsern mit Weingummi: Frösche und Colaflaschen, saure Fritten und süße Zungen, Münzen, Mäuse, Haie, Lakritzschnecken und -brezeln, Schlangen, Brausebonbons und viele Sorten mehr. Wäre ich ein Kind, würde ich berichten, es seien „Tausende! Tausend Gläser!“, was natürlich nicht stimmt, aber sich so anfühlt.

Der restlichen Laden weitere Schätze: Kaffee und Haargummis, belegte Brötchen und Rasierschaum, Zeitschriften und Wassereis. Links des Eingangs sind unter den Zeitschriften Regalbretter freigeräumt. Dort stapeln sich Pakete. Und hinter der Theke. Und neben der Theke.

Ich betrat dieses Wunderland und legte meinen Ausweis auf die Kassentheke. Der Mann hinter der Theke sprach in einer sehr fremden Sprache in ein Handy. Er hielt es sich wie eine Pizzaschnitte vor den Mund, die Worte flogen wie ein Tischtennisbälle durch den Raum. Wenn er Pause machte, redete jemand anderes schnell und knarzend aus dem Telefon.

Einhändig nahm er meinen Ausweis, machte sich auf die Suche nach dem Paket und sprach ununterbrochen weiter. Es handelte sich offenbar um ein wichtiges Gespräch, es wogte hin und her. Er nahm das Paket aus dem Regal, kam zurück, nahm ein zweites Handy, scannte und schob es mir rüber. „Name und „Vorname“ stand auf dem Display. Ich tippte beides ein. Er pantomimte mir, ich solle irgendwas drücken, und sprach jetzt ruhig, aber weiterhin schnell in seine Pizzaschnitte; die andere Seite lauschte erst und unterbrach ihn dann vehement. Ich drückte auf „Weiter“. Er pantomimte, ich solle unterschreiben, und ich unterschrieb mit dem Finger. Er hob den Daumen, nahm mir das Handy weg und winkte mir.

Ich schaute noch einmal auf die tausend Gläser und überlegte mir, ob ich mir noch eine süße Tüte zusammenstellen sollte. Aber das erschien mir angesichts der Umstände zu kompliziert. Ich nahm mir jedoch vor, zu meinem Geburtstag dort hinzugehen und mir die beste süße Tüte seit 1988 zu schenken.

Im Paket war übrigens Kaffee vom Dealer aus Hannover:

Vier Pakete gemahlener Kaffee. Aufschriften: "Hausmischung No 1" und "Malabar".

Schneetreiben | Am Dienstag fiel Schnee. Viel Schnee. Nasser, schwerer Schnee. Straßen glatt, Lkws stellten sich quer, Staus. Fahrzeit zum Kunden: 1 Stunde 45 Minuten.

Straße, verschneit, umrahmt von verschneiten Bäumen, Autos in einer Schlange.

Für den Rückweg brauchte ich allerdings nur rekordverdächtige 40 Minuten. Offenbar waren alle Leute, die morgens auf der Straßen waren, früh aufgebrochen. Gegen 18:30 Uhr hatte ich jedenfalls freie Straßen.

Heute, zwei Tage später, schien nach dem Aufwachen die Sonne, und es sah schon fast aus wie Frühling. Das hat mich sehr gefreut.

Der Regen – und noch schlimmer: das Grau – machen wir fürchterlich schlechte Laune. Noch zwei Monate und zwei Tage bis Freibaderöffnung.


Ehrenamt | Diese Woche habe ich mit dem Dortmunder Ladies‘ Circle die Jahresplanung für unsere Serviceaktionen gemacht, also die Events, mit denen wir Spenden sammeln möchten.

Wer in der Gegend von Dortmund wohnt, kann sich schonmal notieren:

  • Samstag, 5. Juli 2020: Wir veranstalten ein Tennisturnier in Unna. Der Erlös kommt zwei Zwecken zugute: dem Kinderhospiz Unna. Außerdem möchten wir Tennispatenschaften für Kinder finanzieren, die sich den Sport nicht leisten können. Die Patenschaft soll ein Jahr Unterricht und die Erstatsstattung umfassen (Schuhe, Kleidung, Schläger). Wir werden dazu voraussichtlich mit einer Unnaer Schule zusammenarbeiten.
  • Samstag, 22. August 2020: Physik ist, wenn’s knallt. Judith und Marcus Weber lesen aus ihrem Familien-Physik-Buch und machen kleine Experimente, die man zuhause nachmachen kann. Zielgruppe: Familien mit Kindern im Alter 6+. Wohin der Erlös aus Eintrittskarten und Speisenverkauf geht, entscheiden wir noch.
  • Sonntag, 22. November 2020: Charity-Frühstück – im Seepavillon im Dortmunder Westfalenpark laden wir zu einem Familienfrühstück. Im vergangenen Jahr konnten wir danach fast 1.200 Euro an die Neven-Subotic-Stiftung spenden.

Außerdem machen wir noch einige kleinere Dinge und begleiten im Winter wieder das Päckchensammeln für den Weihnachtspäckchenkonvoi. Wir haben das jetzt alles mal durchgeplant und Teams gebildet. Die Termine sind zwar noch eine Weile hin, aber mit Location-Suchen und der ganzen Organisation drumherum haben wir auch schon jetzt zu tun.

Nach intensiven Arbeitstagen, Schneefahrten und zwei langen Ehrenamtsabenden war ich etwas platt.


Ausflug | Ich habe ein Zimmer in Karlsruhe reserviert. Dort bin ich nächste Woche. Bin gespannt: Ich war noch nie in Karlsruhe. Danach geht’s nach Heidelberg. Danach zurück nach Dortmund.


Gelesen | Zwei Handvoll Leben von Katharina Fuchs. Begonnen im Urlaub, zu Ende gelesen heute Morgen, als ich vor dem Wecker erwachte. Das Buch wird beworben mit dem Text:

Zwei starke Frauen – zwei deutsche Schicksale. Und die Geschichte des Berliner Kaufhauses KaDeWe in einem anrührend authentischen historischen Roman

Droemer Knaur

Leider hat die Geschichte wenig Tiefe. Ich kam den Figuren nicht wirklich nah – und die historischen Ereignisse, vor deren Hintergrund die Handlung spielte, blieben Kulisse. Alles in allem aber eine völlig okaye Geschichte für eine Urlaubs- und Strandlektüre. Der Wechsel zwischen den Figuren hält die Spannung aufrecht, und der KaDeWe-Glamour ist auch fein.

Weichgezeichnet | Heute blieb ich in Dortmund. Meine Termine absolvierte ich per Telefon und Videokonferenz. Dabei arbeitete ich erstmals mit Microsoft Teams.

Erwähnenswertes Feature in diesem Zusammenhang: Man kann in der Viko seinen Hintergrund weichzeichnen, was sehr praktisch ist, wenn man im Homeoffice weilt und nicht aufgeräumt hat.

In meinem Fall war der Vordergrund nicht aufgeräumt, ich war nicht auf Viko eingerichtet und wohnte der Besprechung entsprechend strubbelig bei. Um Haltung zu bewahren, redete ich mir ein, dass Strubbeligkeit ja durchaus Zeichen eines gewissen Genius sei – und der Hoodie Beweis digitaler Kompetenz.

Mein Gegenüber nutzte das Hintergrund-Feature und weichzeichnete sein Homeoffice, was ihm eine religiöse Anmutung gab, ein gottgleiches Aus-der-Wolke-Sprechen. Das muss ich mir für gebührende Anlässe merken.


10 von 10 Sterne | Über den Mittag waren die jüngst beauftragten Tür- und Fensterbauer da und bauten mir neue Beschläge in die Balkon- und Terrassentür. Die Beschläge der Terrassentür waren hinüber und damit Anlass, Maßnahmen einzuleiten; in dem Zuge ließ ich eine bessere Einbruchssicherung einbauen. Die Herren des Fensterservices waren freundlich, zügig, pünktlich und kompetent; ein 10-von-10 Sterne-Kundenerlebnis [Werbung, unbeauftragt, ausschließlich aus Begeisterung].


Audiogedöns | Während die Fensterbauer arbeiteten (und auch danach), erstellte ich Intro und Outro für ein kleines Audioprojekt. Allerdings bemerkte ich, dass die verwendete kosten- und lizenzfreie Musik aus der Youtube-Audiothek nur solange kosten- und lizenzfrei ist, wie man sie in Youtube-Videos verwendet. Also nochmal von vorn. Ich wurde dann bei musopen.org fündig.


Glückscurry | Weil es so schön gelb ausschaut, hier mein Glückscurry vom Wochenende: Pak Choi, Paprika, Zucchini, Knoblauch, Garnelen.

Schale mit gelbem, Curry, Reis und Gemüse

Endlich habe ich wieder die richtige, asiatische Currypaste! Die hatte ich nämlich vor einiger Zeit aufgebracht. Weil der asiatische Supermarkt meines Vertrauens dicht gemacht hat und es in Dortmund nur wenige Asiamärkte gibt, die aber allesamt nicht ansatzweise in meinem Einzugsbereich liegen, hatte ich mit Zeugs aus dem Rewe überbrückt. Das war aber nicht wirklich lecker.

Vergangene Woche entdeckte ich in Essen einen Asiamarkt im Untergeschoss des Warenhauses und schlug sofort zu.


Gelesen | Winterurlaub in Sibirien: Andrea Diener war am Baikalsee, erzählt wunderschön von ihrer Reise und den Begegnungen dort.

Angeguckt | Ermutigung, Ausdauer und Stärke und einem einminütigen Video

Gelesen | Alltagsrassismus an praktischen Beispielen aus Potsdam, könnte aber auch überall sonst sein.

Gefreut | Es gibt jetzt Sesamstraßen-Briefmarken.

Freuen | Gestern gabs Folgeauftragsfreufritten.

Schale Spezial-Knoblauchpommes  mit Sour Cream, Guacamole und Tomatenstückchen

Machen | Auf der anschließenden Heimfahrt ist mir aufgefallen, dass ich derzeit auf einer ziemlichen Bandbreite von Themen unterwegs bin. Aktuell mache ich für meine Kunden:

  • Organisationsentwicklung im IT-Umfeld
  • Projektleitung im Kontext eines empirischen Studienprojekts
  • ein Audioformat für interne Kommunikation
  • Entwicklung von Teamleiter:innen

Die Themenvielfalt ist schon cool grad; sie bringt meine Erfahrung aus den vergangenen 20 Jahren zusammen: Projektleitung, Teamleitung, redaktionelle Arbeit, Erfahrungen aus der Wissenschaft. Obendrauf kommt das, was ich in der Selbstständigkeit gelernt habe (Moderation, Mediation, agile Methoden). Die Klammer um alles: Beziehungen herstellen, die Sache weiterbringen, Menschen ermutigen.


Ruhrgebiet | Heute war ich bei der Friseurin, als ein Typ den Laden betrat.

Typ: Boah, voll voll hier.
Friseurin: So wie du aussiehst, musst du aber hierbleiben.
Typ: Ich seh‘ kacke aus, ne?
Friseurin: So richtig.
Typ: Mmh.
Friseurin: Has‘ dich gehn lassen, ne?
Typ: Mmh.
Friseurin: Gehse ans Büdchen, holse dir was Schönes. Und wennde wiederkommz, isn Platz frei.
Typ: Alles klar.


Wachsen | Im vergangenen Jahr habe ich das Thema „Weiterbildung“ vernachlässigt: Ich war auf Barcamps und Veranstaltungen, habe jede Menge Sessions besucht und mich ausgetauscht, aber ein größerer Kurs war zeitlich nicht drin. Dieses Jahr möchte ich mehr dazulernen. Ich habe mich entschieden für:

  • Verhandlungsführung am Schranner Institut. Im Geschäftsalltag gibt es ständig Verhandlungssituationen, jeden Tag: mit Kolleginnen, mit Kunden, mit Lieferanten, mit Vorgesetzten, mit Mitarbeiterinnen. Ich möchte mich dahingehend besser aufstellen, um meinen Kunden das Wissen weiterzugeben.
  • Agile Kenntnisse vertiefen. In meinem Beratungsalltag geht es viel darum, Strukturen aufzubrechen. Ich bin in dem Thema schon gut unterwegs, möchte aber mehr Substanz haben und strukturiert anreichern, was ich aus meiner eigenen Praxis kenne.

Lesen | Frau Novemberregen hatte gestern einen disziplinierten Tag und und las ihre vernachlässigte Privat-Inbox durch (Thread). Das hat mich auch motiviert nachzusehen. Es gibt private Mailkonten, die ich nicht oft besuche. Jetzt aber! Die Schätze:

  • Nacional Inn Torres hat eine Offerta für eine Übernachtung domingo. Seit ich in San Sebastián in einem ähnlich lautenden Etablissement nächtigte, bekomme ich diese Mails. Ich habe sie schon mehrfach abbestellt, ohne Erfolg. Stelle mich tot.
  • Ein Newsletter über Empörungswellen.
  • Der Blumenversand sagt, ich solle es mir wert sein. Vielleicht sollte ich zurückschreiben, dass ich mir, seit es mit den Männern so unrund läuft, manchmal Schnittblumen aus dem Penny mitbringe, aber nur, wenn ich danach sechs Tage am Stück zu Hause bin.
  • Nacional Inn Torres bietet nun auch Late Check Out. Gut zu wissen.
  • New Fashion Arrival: Blumenmuster. Mmmh. Großflächige Muster führen bei mir zu ausgeprägter Heidikabeligkeit, optisch. Schwierig.
  • Jetzt wird es interessant: Don Federico schreibt, mein Geld stehe zur Auszahlung bereit. Die Bereitstellung scheint aber kompliziert, man muss viele Angaben machen. Erstmal nicht.
  • Oh, Telstra. Meine Namensvetterin in Australien hat von digitaler auf postalische Rechnung umgestellt. Dabei hätte sie doch nur meine Mailadresse durch ihre austauschen müssen. Wenn das die Reaktion auf meine liebe Karte ist, die ich ihr vor Weihnachten mit der gelben Post nach Australien geschickt habe – gemeinsam mit der ausgedruckten Mahnung über 130 Dollar – bin ich irritiert. Habe mir eine Brieffreundschaft oder wenigstens ein Dankeschön erhofft. Enttäuschend. Nun denn.
  • Flinkster. Die gibt’s also noch.
  • Bei der Packstation kommt die mTan nun nicht mehr per SMS, sondern … oh. Puuh. Ich soll mich im Kundenkonto einloggen und Dinge tun. Ich hab da ein Kundenkonto? Mit welchem Account und Passwort? Erstmal beiseite legen. Zu kompliziert für sofort.
  • Ein IT-Newsletter, es geht um Scaling up, von der Fläche in die Tiefe, ich solle eine einmalige Gelegenheit ergreifen, mich inspirieren zu lassen. Fühle mich müde.
  • Runtastic möchte, dass ich achtsam laufe. Fühle mich noch müder.
  • Blitz-Zukunftsdeutung! „Dank einer besonderen Gabe bin ich in der Lage, mit Ihrem Schutzengel zu kommunizieren. Die Engel offenbaren mir sehr persönliche Dinge über Ihre Zukunft. Sie sprechen auch über finanzielle Gelegenheiten und darüber, wie man sie auslöst.“ Gegen Überweisung bekomme ich innerhalb von zwei Stunden Tipps, die mein Leben ändern. Verlockend, fühle mich aber überrumpelt. Am Ende ist binnen zwei Stunden alles auf links gekrempelt. Lieber nicht.
  • Carneval bei Nacional Inn Torres.

So. Feddich.


Gelesen | Stadt Erlangen verbietet das Neuanlegen geschotterter Steingärten, weil sie Insekten keine Nahrung bieten und schlecht fürs Mikroklima sind, weil sie Hitze speichern und abgeben.

Gelesen | Cem Özdemirs Alltag unter Polizeischutz

Gelesen | Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, Artikel 22, Markierung von mir:

(1) Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit. Ihre Gründung ist frei. Ihre innere Ordnung muß demokratischen Grundsätzen entsprechen. Sie müssen über die Herkunft und Verwendung ihrer Mittel sowie über ihr Vermögen öffentlich Rechenschaft geben.

(2) Parteien, die nach ihren Zielen oder nach dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgehen, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden, sind verfassungswidrig.

Art 21 GG

<3 | Erling Haaaaaaaaaland!


Unterwegs | Heute Morgen 340 Kilometer Stau auf den NRW-Autobahnen. Ich stand nicht drin. Das ist eine Erwähnung wert.


Das Gute in allem | Mattheit und Verschnupfung bringen eine Einschränkung mit sich: Ich kann keinen langen Reden folgen. Stattdessen muss ich meinen Gegenüber dazu anhalten, sein Anliegen kurz, konkret und auf den Punkt vorzutragen. Meine Konzentrationsfähigkeit hat im aktuellen Zustand keine Kapazität für viel Prosa, die Worte rauschen an meinem Ohr vorbei, und die Welt wird Watte.

Kommt der Sache zugute. Ich sollte das Konzept nach Genesung fortsetzen.


Quak | Mein Nachbarschaftspenny verkauft seit Neuestem Chips in der Geschmacksrichtung „Pekingente“. Die sind doch betrunken da, in der Chipsfabrik.

Sonst keine Anmerkungen zum Tage.



In diesem Kaffeehaus werden anonym Daten verarbeitet. Indem Sie auf „Ja, ich bin einverstanden“ klicken, bestätigen Sie, dass Sie mit dem Datenschutz dieser Website glücklich sind. Dieser Hinweis kommt dann nicht mehr wieder. Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen