Montag, 22. Oktober
Beim Frühstück „Anything is possible“ von Elizabeth Strout zu Ende gelesen. Ein Buch, in dem jedes Kapitel eine Geschichte über einen Menschen in einer Kleinstadt erzählt. Die Charaktere sind lose verbunden, sie sind Nachbarn, Geschwister, Kunden, Cousins und Cousinen oder sie kennen sich vom Sehen.
Zusammen ergeben die Geschichten das Bild der Stadt und das Bild von Menschen, die sich nach Glück sehnen; sie fühlen Liebe und Neid, Wut und Einsamkeit, sie sind verletzt oder zuversichtlich. Eine schöne Lektüre.
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Der November wird voll. Sehr voll – was natürlich wunderbar ist, geschäftlich gesehen. Deshalb ist das hier keinesfalls eine Beschwerde, lediglich die Erkenntnis im zweiten Jahr meiner Selbstständigkeit, dass meine Tätigkeit saisonalen Charakter hat.
Für die geringer ausgelasteten Sommermonate könnte ich mir also noch Businessoptionen suchen. Eisverkauf zum Beispiel. Oder besser: Aufträge als Eistesterin. Ich verfüge über hervorragende Referenzen im Segment „Spaghettieis“, bin örtlich nicht gebunden und offen für zeitgenössische Sorten angesagter Großstädte. Engagements als Reisebloggerin würden mich auch reizen; das ließe sich ja auch verbinden. Jemand Interesse?
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Am 1. November bin ich in Hamburg und habe dort vormittags einen Termin und nachmittags Zeit für einen Kaffee.
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Gelesen: Was wäre, wenn auf deutschen Autobahnen ein generelles Tempolimit von 120 km/h gälte? Weniger Staus und weniger Unfälle wäre.
Gelesen: Bayern gibt eine Lehrstunde im modernen Fußball. Sie haben die Berichterstattung so gewollt – zwar weniger ironisch, aber nun.
Gelesen: Afghanistan: Vom Wandel zerrissen. Die Geschichten von Marwa, Roya und Hussein, die zur jüngeren Generation Afghanen gehören, und die eine Identität suchen in einem Land, das irgendwie zwischen Tradition und Moderne lebt.
Gelesen: Die Öko-Lüge – Wie Deutschland seine Vorreiterrolle beim Klimaschutz verspielt. Gelernt, dass in der Windenergiebranche 160.000 Menschen arbeiten, im Braunkohletagebau 21.000. So viel zum Thema Arbeitsplätze. Außerdem gelernt, dass dass CO2-Einsparungen in den zurückliegenden Jahrzehnten einfach waren, nun aber schwieriger werden, weshalb es auch schwieriger wird, politische Klimaziele zu erreichen.
Ich denke, wir brauchen alle viel mehr Fantasie, um klimafreundlicher zu leben. Es ist ja nicht so, dass die Leute ihr Auto aus Hass gegen die Welt benutzen. Ich zum Beispiel benutze es, weil es schneller und komfortabler ist – und zwar deutlich schneller und komfortabler als der ÖPNV hier im Ruhrgebiet.
Lassen wir aber mal etwas Fantasie zu. Gäbe es zum Beispiel eine Gondelbahn von mir daheim über den Phoenixsee zur U-Bahn, würde ich viel mehr ÖPNV fahren. Führe die Gondelbahn bis in die Innenstadt – vorbei an alter Industriekultur -, würde ich nur noch Gondelbahn fahren.
Sie halten das für eine idiotische Idee? Ich nicht – und andere auch nicht.




















