Dienstag, 19. März
Reisetätigkeit | Es gibt nichts zu berichten, außer dass die nächsten Reisetermine stehen: Anfang April nach Berlin zum Kunden, Mitte April drei Hotelübernachtungen in NRW, Anfang Mai nach Berlin (zur re:publica und zum Kunden), im Juni in die Eifel, nach Frankreich und in den Odenwald, im September voraussichtlich nach Leipzig. Der ein oder andere Abstecher nach Hannover wird sich auch noch ergeben.
Planungen für einen längeren Urlaub stehen noch aus. Das ist alles etwas komplex dieses Jahr. Es gibt diverse Abhängigkeiten.
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Mit ohne Frisur | Ich muss mal wieder zum Friseur, und was mich jedesmal fuchsig macht, wenn ich über einen passenden Tag dazu sinniere, ist die Tatsache, dass die von mir präferierte Dienstleisterin keine Website hat, sondern nur einen Facebook-Auftritt pflegt. Auf diesem Facebook-Auftritt zeigt sie jede Menge Frisuren, aber wesentliche Infos fehlen. Es ist nämlich so, dass sie von montags bis freitags geöffnet hat; an einigen Tagen frisiert sie nur mit Termin, an anderen frisiert sie nur ohne Termin, ich kann mir aber nie merken, welche Tage nun welche sind, und es steht auch nirgends.
Nun ist es so, dass der Tag, an dem ich zu ihr in den Salon gehe, nicht von den Tagen abhängig ist, an denen sie Termine oder keine Termine verteilt, sondern er ist abhängig von meinen eigenen Kundenterminen. Ich gehe zum Friseur, wenn ich dazu Gelegenheit habe. Weil ich nie weiß, ob die Variable „Gelegenheit“ mit den Variablen „nur mit Termin“ und „nur ohne Termin“ matcht, muss ich vor jedem Besuch anrufen. Eine andere Kommunikationsform gibt es nicht. Ein Anruf ist aber schwierig zu bewerkstelligen, weil ich mich während der Öffnungs- und Telefonzeiten des Salons in Abhängigkeiten befinde, die nicht immer ein privates Telefonat zulassen; weil ich mit Kunden im Workshop bin, weil ich beim Kunden in der Beratung bin, weil ich es über meine Arbeit vergesse, weil ich kein Netz habe, weil ich im Zug sitze und einhundert andere Gründe.
Was ich damit sagen will: Macht eine Website mit Standard-Infos. Lasst Eure Kunden per Mail mit Euch kommunizieren. Alles andere nervt.
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Innovationshemmnisse | Auf Twitter tauchte die Frage auf, was die größten Innovationsblocker seien. Ich habe darauf geantwortet:
Angst / Mangelnde Fehlerkultur / „Ist das auch mit allen abgestimmt?“ / „Machen Sie dazu erstmal ein ausführliches Konzept.“ / „Darüber entscheiden wir im Gremium, das in sechs Wochen wieder tagt.““
Das ist natürlich etwas verkürzt.
Die Frage ist ja erstmal: Was verstehen wir unter Innovation? Die Idee der Innovation ist ein weites Feld, beginnt bei kleinen, aber wirksamen Veränderungen und endet Im Umkrempeln ganzer Geschäftsmodelle.
In den Unternehmen, in denen ich bin, geht entweder darum, etwas anders besser zu machen – oder etwas besser anders zu machen. Ich bin dann dafür zuständig, Strukturen zu schaffen, die dies ermöglichen – und den Menschen Mut zu machen, etwas zu wagen. Mut brauchen alle Seiten, von der Geschäftsführung bis zum Mitarbeiter und wieder zurück. Gleichermaßen ist es eine Aufgabe für alle Seiten, mit Verantwortung umzugehen, sie abzugeben und sie anzunehmen, Wagnisse entstehen zu lassen und sie auszuhalten, Fehler nicht zu bestrafen und sogar zu ermöglichen, gemeinsame Entwicklung zu vollziehen, ohne im Abstimmungsmarathon alles zu zerreden.
Hemmnisse sind dabei die Angst vor Machtverlust, aber auch die Angst, für seine Ideen einzustehen. Angst, die Kontrolle zu verlieren, und Angst, Entscheidungen zu treffen. Fehlende Freiräume fürs Ausprobieren, hundert Prozent Auslastung durch Tagesgeschäft – und damit kein Raum für strategisches Denken. Vorauseilender Gehorsam. Fehlende Verschiedenheit in den Perspektiven, Silodenken. Stellenbesetzung nur nach Kenntnisse, nicht nach Potentialen und Persönlichkeit. Das Bedürfnis nach dem größtmöglichen Kompromiss. Und: langjährige, jahrzehntelange Sicherheit durch ein laufendes Business und damit einhergehend keine Veränderungserfahrung; das wirkt im Einzelnen wie auch in der Organisation.
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Ich erzähle was | Am kommenden Dienstag bin ich beim Gründer- und Unternehmertreff in Herdecke und werde dort über Veränderungen sprechen.
Ich erzähle, warum Veränderung schwierig und anstrengend ist. Ich erkläre, welche Ebenen der Veränderung es gibt und wie diese zusammenhängen. Ich mache Mut, weil Zweifel dazugehören, und erzähle, welche Phasen wir durchlaufen, wenn wir uns verändern wollen oder müssen. Ich erzähle, dass es ganz normal ist, wenn wir uns zwischendurch unfähig fühlen und wie wir es schaffen, diesem Gefühl zu begegnen. Und ich zeige eine Methode, mit der Ihr herausfindet, womit Ihr beruflich glücklich werdet.
Mut zur Veränderung
Dienstag, 26. März, ab 18:30 Uhr
The Shakespeare, Hauptstr. 38, 58313 Herdecke
Für den Impulsvortrag sind etwa 45 Minuten geplant, danach gibt’s Schnack und Networking in lockerer Runde.












