Umgezogen! Und: Käte als Taschenbuch
Umgezogen | Es ist vollbracht: Ich bin umgezogen.
Uff! Das waren anstrengende Tage. Tagelang habe ich geräumt, ausgepackt, ausgewischt, hin- und her geschoben und sortiert. Nun haben wir (fast) alle Kartons ausgepackt. Es waren an die 130 aus beiden Haushalten. Sie stapeln sich im neuen Wohnzimmer in der Ecke und warten auf Abnehmer bei ebay-Kleinanzeigen.

Es fehlen noch Bilder an den Wänden und auch Vorhänge. Hier und da täte ein Teppich gut, und es gibt noch Werkzeug und Material, das verräumt werden muss. Aber mit dem Gröbsten sind wir durch. Eindrücke aus der Diele und der Küche mit Blick ins Wohnzimmer:



Ich feiere mich für den Kauf meines Steckregals, dessen Regalbretter sind in jeglicher Kombination zusammenschieben lassen. In der alten Wohnung stand es an einer breiten Wand im Wohnzimmer, nun steht es an einer hohen Wand in der Diele; wir haben es von breit zu hoch umgebaut.
Bemerknisse:
- Hätte ich vorher gewusst, wie viele Vasen ich besitze, hätte ich einen Vasenfachhandel eröffnet.
- Einen Tupperware-Handel kann ich auch eröffnen.
- Ich räume ein, dass kein Mensch fünfundzwanzig Vasen benötigt.
- Aber acht. Acht sind wirklich die Untergrenze.
- Das Zusammenführen und Einräumen der Vorräte hat gezeigt, dass wir in den nächsten Wochen viel Mais essen werden.
- An einem Samstag zu Ikea zu fahren, ist ein konstant gutes Erlebnis. Man muss nur ausgeglichen und offen für Menschen sein.
- In drei Jahren würde ich gerne von all den jungen Paaren, die sich am vergangenen Samstag Samstag eingerichtet haben, erfahren, ob sie noch zusammen sind.
- Sie vielleicht auch von uns.
- Idee für Paartherapeuten: Sich mit Klienten samstags ins Ikea-Restaurant setzen, Köttbullar essen und besprechen, welches der Paare, die die Szene betreten, in drei Jahren noch zusammen ist und warum. Könnte eine großartige Perspektive auf die eigene Partnerschaft werfen.
- Falls jemand ebenfalls ein Tylko-Möbel hat und wissen möchte, wie man diese Black Box des Möbelwesens wieder auseinanderbaut: Man muss von vorne wie ein Preisboxer gegen die waagerechten Bretter kloppen, dann kippen die Rückwände raus.
- Es findet sich alles wieder.
Der Endgegner war der Hauswirtschaftsraum, in den aus Ermangelung eines Kellers alles rein muss, was aus zwei Haushalten zusammengeführt wird und sich vorher in einem, ja, Keller befand, außerdem in einem Vorratsraum, einer deutlich größeren Küche und in noch einem Vorratsraum. Ich habe Stunden damit verbracht, Putzmittel, Hygieneartikel, Lebensmittelvorräte, den Fonduetopf, die Filterkaffeemaschine, Backformen, Einmachgläser, Wärmflaschen, Vogelfutter, Wein, Schuhe und Schuhputzmittel, Mehrfachstecker und Verlängerungskabel, Vasen, Weihnachts- und Osterdeko, Pizzastein und Grillkorb, das Waffeleisen, den Fenstersauger, Putzlappen, Aufnehmer, Bügeleisen, Glühbirnen, Batterien und zig andere Dinge zu verräumen. Eine Momentaufnahme im Chaos-Stadium: die Waschmaschinenausrichtung.

Erschwerend kommt hinzu, dass zwei Menschen zusammenziehen, die beide viel Werkzeug besitzen. Wir haben Werkzeugkisten, Schrauben, Dübel und Nägel in rauen Mengen. Wir sind quasi ein Baumarkt.
Ein Dank geht an die Männer vom Umzugsunternehmen, die einen super Job gemacht haben und trotz der harten Arbeit immer gute Laune hatten.



Broterwerb | In dieser Woche habe ich offiziell noch Urlaub, nehme aber auch schon Termine wahr (dank Internet!). Ich brauche allerdings noch genügend Zeit, um das ganze Umzugchaos nachzuarbeiten – Ummeldung bei der Stadt, Ummeldung des Autos bei der Zulassungsstelle in Marl, Vorhänge kaufen, Bilder aufhängen und Dinge erledigen, die mit der Vermietung meiner Wohnung in Dortmund zusammenhängen.
Derweil ist ein sehr schöner Auftrag eingetrudelt. Ich freue mich, im Februar nochmal in Karlsruhe zu sein.
Kostenlos und von zuhause aus | Am 10. Februar bieten meine Kollegin Andrea Schmitt und ich ein kostenloses Mini-Seminar an – für alle, die volle Kalender haben, mit Aufgaben jonglieren und Wege suchen, sich abzugrenzen. 90 Minuten – arbeitskompatibel am frühen Morgen, einfach anmelden!
Taschenbuch | Ganz anderes Thema: Ab dem 13. Februar gibt es mein Buch „Die Frau, die den Himmel eroberte“ nicht mehr nur als Hardcover, sondern auch als Taschenbuch:

Das Taschenbuch kostet 12 Euro und ist in allen Buchhandlungen erhältlich. Ich freue mich, dass mein Verlag Suhrkamp das Buch erneut auflegt!
Falls Interesse an signierten Exemplaren besteht, bitte ich um eine kurze Nachricht an vg (ät) vanessagiese.de. Am neuen Wohnort habe ich noch keine Kooperation mit der örtlichen Buchhandlung. Bei entsprechender Nachfrage würde ich die aber anstoßen.
Ich freue mich auch in 2023 über Anfragen für Lesungen und fände es toll, persönlich aus dem Leben von Käte Paulus zu erzählen. Zu den Lesungen bringe ich historische Fotos mit und lese nicht nur Ausschnitte aus der Geschichte, sondern erzähle auch allerlei Hintergründiges zu Käte und zur Recherche – das war nämlich eine Spurensuche, die spannende Zusammenhänge hervorgebracht hat. Ganz unbescheiden: Das ist ziemlich kurzweilig, ich würde mich buchen!
Und sonst | Noch keine Eichhörnchensichtung im neuen Garten.






























