Broterwerb | Zwei Tage Kundenworkshop in Hannover.
Das Hotelzimmer war im vierten Stock, bescherte mir einen wundervollen Ausblick – und dazu Fitnesseinheiten. Denn das Hotel hatte keinen Aufzug. Das war mit Koffer, Moderationsgepäck und Rucksack mit zwei Laptops … nun ja: belebend.
Im Workshop habe ich erstmals mit Lego Serious Play gearbeitet. Hat hervorragend funktioniert und die Erwartungen übertroffen: Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen haben großartig zusammengearbeitet, sind über das Bauen tief ins Gespräch über Prozesse und Abläufe gekommen, konnten sich vom angestammten Denken lösen, haben ein gesundes Maß an Abstraktion gehabt und sind gleichzeitig in eine hilfreiche Detailtiefe gelangt. Ich bin verzückt.
Begleiterscheinung | Kaffee im Hannoveraner Lieblingscafé.
Derweil Rohrbruch in Dortmund, Wasser im Keller. Ich koordinierte per Telefon beziehungsweise beteiligte mich aus der Ferne an den Tätigkeiten der Hausgemeinschaft und sorgte dafür, dass Menschen in meine Wohnung können. Alles nicht schön, wird aber wohl seinen Gang gehen.
E-Scooter-Premiere | Ich bin erstmals mit einem E-Scooter gefahren: Vom Hotel zum Abendessen, von der Calenberger Neustadt nach List und wieder zurück. Das war ausgesprochen komfortabel, praktisch, schnell und besonders auf dem Rückweg zigmal besser, als alleine durch die Straßen zu gehen. Bin ziemlich begeistert.
Kommentare
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„E-Scooter – Das war ausgesprochen komfortabel, praktisch, schnell und besonders auf dem Rückweg zigmal besser, als alleine durch die Straßen zu gehen. Bin ziemlich begeistert.“
Ich habe die Teile kürzlich in Paris überall rumliegen sehen – wieder neuer Plastikmüll, Elektronikschrott und die Leute kurven rum, wo sie früher zu Fuß gingen. Ich boykottiere die Teile so lange es geht.
Alles fein und interessant, gut rübergebracht wie immer – Danke!
Allein: Die E-Scooter!
Ich stell‘ mir das auch cool vor und die Argumentation, eben nicht mit gegebenfalls müden Füßen bei usseligem Wetter noch werweißwieweit alleine durch möglicherweise abweisende Straßen zu gehen (spontan fällt mir Osnabrück ein … ) gehen zu müssen, ist bestechend.
Dann muss aber das Konzept meines Erachtens überarbeitet werden. Die Dinger einfach wahllos zur Verfügung gestellt zu sehen, empfinde ich als grässlich.
Mein Gegenbeispiel: Ich arbeite zur Zeit in Düsseldorf am Rande der Innenstadt. An Fortbewegungsmöglichkeiten gibt es dort:
– zu Fuß gehen
– das eigene (oder eines der von zahllosen Anbietern zur Verfügung gestellten Miet-)Fahrrad nehmen
– den eigenen (oder einen in der E-Variante von zahllosen Anbietern zur Verfügung gestellten Miet-)Motorroller
– das eigene (oder eins der von zahllosen Anbietern zur Verfügung gestellten Car-Sharing-)Kfz
Nicht zu vergessen den nach meinem subjektiven Empfinden zumindest in diesem zentralen Bereich ausgezeichnet vernetzten sowie gut getakteten ÖPNV.
Heißt: Wenn ich auf diese Straßen blicke, sehe ich nichts als Infarkt. Da müssen nicht auch noch, wie jetzt seit Kurzem, diese Tretdinger überall herumfliegen und wenn ich in meiner Nachtbereitsachaft dann geweckt werde, weil ein kolossaler Transporter diese Teile scheppernd einsammelt, dann kann ich auch darauf wirklich verzichten.
Wenn ich manchmal mit dem ÖPNV am Abend spät (also circa ab 20 Uhr) an Moers Bahnhof (einen Hauptbahnhof gibt’s nicht, als einzige Linie verkehrt die RB31, Regionalbahn Xanten – Duisburg) ankomme und der zeitnaheste Bus nicht von dort, sondern vom gefühlt Meilen entfernten Kö abfährt, DANN wäre so ein E-Dings durch die menschenleere Fußgängerzone ein Traum.
Sorry für so viele Wörter. Ich hatte keine Zeit , den Text zu kürzen.