Saisonale Bemerknisse | Es war nur eine Woche vom Schwimmen im Freibad bis zu Handschuhen auf dem Fahrrad.
Ich schwimme nun im Hallenbad. Es ergeben sich zwei Herausforderungen: Ein Morgenschwumm im Freibad macht mich munter, ein Morgenschwumm im Hallenbad macht mich müde. Wenn sich ein Arbeitstag anschließt, ist das schwierig. Und: 3.000 Meter sind nicht mehr 60, sondern 120 Bahnen. Das sind 119 Gründe, meine Wendetechnik zu verbessern.
Broterwerb | Die vergangenen zwei Wochen waren fantastisch: Ich habe das Leben eines westdeutschen Mannes in den 80ern geführt. Als ich von meinen Geschäftsreisen nach Hause kam, hatte der Reiseleiter geputzt, gesaugt, eingekauft, meine Wäsche gewaschen und gebügelt. Auf der Reise hat ein Assistent mir lästige Dinge abgenommen und Teile des Gepäcks getragen.
Praktikum Ende | Leider sind diese goldenen Zeiten nun vorüber: Der Praktikant hatte heute seinen letzten Tag. Er hat auch nicht nur Taschen getragen; es war schön, einen Sparringspartner an der Seite zu haben, von seinen Perspektiven zu profitieren, zwei Ohren, Augen und ein Gehirn mehr zu haben.
Zum Abschluss des Praktikums hat er sein Webinar gehalten: Wie wir Geschichte und Vergangenheit inszenieren. Wir hatten an die 50 Anmeldungen für diese kostenlosen zwei Stunden, 33 Personen haben teilgenommen, die meisten sind bis zum Ende geblieben, haben mitgewirkt und Fragen gestellt. Das war ein guter Erfolg, vor allem vor dem Hintergrund, dass es das erste Mal war, dass er eine derartige Veranstaltung angekündigt, organisiert, konzipiert und durchgeführt hat.
Heute Abschlussgespräch und gemeinsames Muffin-Essen. Es war eine schöne Zeit!
Broterwerb | Zu Beginn dieser Woche waren wir noch in Lennestadt zum Moderationstraining. Das Training biete ich an, weil ich selbst viel moderiere. Meist werde ich für herausfordernde Moderationen gebucht: Wenn ein Workshop konflikthaft sein wird, wenn man Dingen auf den Grund gehen möchte und dabei eine neutrale Person braucht oder wenn es bislang nicht gelang, Lösungen zu finden und Entscheidungen zu treffen. Die Kompetenzen dazu habe ich als Seminar verpackt – einmal für Einsteiger, einmal für Fortgeschrittene.
In Lennestadt war ich für die Basiskompetenzen gebucht: Souveränität und Haltung in der Moderation, guter Aufbau einer Veranstaltung, gutes Zeitmanagement, Umgang mit Unvorhergesehenem und herausfordernden Persönlichkeiten wie Vielrednern, Meeting-Kaperern oder Nein-Sagern. Wir sprachen auch über hybride Meetings, wenn einige Personen vor Ort und andere im Homeoffice oder an anderen Standorten sind. Gerade wenn es ins interaktive Arbeiten geht, sind diese Rahmenbedingungen schwierig. Das lässt sich nicht auflösen, aber es gibt ein paar Kniffe.
Übernachtet haben wir in einem sympathischen Familienhotel in Oberveischede mit eigener Bäckerei.

Morgens um 6:30 Uhr bimmelte die Dorfkirche Sturm. Ich tippte auf Angelusläuten, allerdings kenne ich das nur zur vollen Stunde um 7 Uhr. Also ging ich davon aus, dass der Papst gestorben sei. Ich überprüfte das: negativ. Vielleicht ist die Gemeinde ihrer Zeit voraus.
Lesung | Mein Bühnenoutfit ist eingetroffen.

Als nächstes werde ich einen Lesungstext schreiben. Möglicherweise kommen Meerschweine vor.
Vorschlagsliste | Eine Frage von der Vorschlagsliste: „Was macht ein gutes Waffelrezept aus? Worauf ist zu achten?“
Für mein Dafürhalten sollte eine Waffel aromafrei sein: keine Zitrone, kein Rum, nichts. Ein reines Rührteigrezept aus Butter, Eiern, Zucker und Mehl ist das beste. Ich benutze folgendes Familienrezept:
- 250 g Butter
- 150 – 175 g Zucker, je nach Geschmack
- 2 Pk. Vanillezucker
- 6 Eier
- 1 Prise Salz
- 500 g Mehl, 550
- 2 Pk. Backpulver
- 500 ml Milch
Letztens habe ich im Augenwinkel gesehen, dass in der Vorschlagsliste noch eine Frage mittendrin offen ist. Vermutlich habe ich sie übersehen. Sie handelt von etwas wie „Wie hat sich das Bloggen verändert?“ oder ähnlich – und nun ist sie weg. Falls noch Interesse besteht, fragen Sie nochmal. Oder gerne auch etwas Neues.
Und sonst | Der Dorf-Penny hat nun einen Putzroboter. Er fährt herum und sagt: „Achtung, ich habe frisch gewischt für dich.“ Man versteht ihn allerdings schlecht, ich musste eine Mitarbeiterin fragen, um herauszufinden, was er murmelt. Es hört sich nämlich an wie: „Achtung, ich habe frische Krebse für dich.“ Das kam mir seltsam vor.

Schweine | Der letzte Gartenmangold. Dafür bleibt sogar die Paprika liegen.

Kommentare
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Bei meinen Eltern hat der Mangold die Herrschaft im Beet übernommen und offenbart damit einmal mehr die Schwächen im Bereich Anbauplanung. Die Schweine wären im Paradies!
Sehr schöner Beitrag, wie immer. Die Lesung reizt mich sehr, warum nur ist München so weit weg, obwohl es im gleichen Bundesland liegt.