Aufbruch in den Urlaub | Es wird nun für zwei Wochen ruhig hier. Ich begebe mich auf eine Radreise. Gemeinsam mit dem Reiseleiter fahre ich von Lübeck nach Kopenhagen. Ich kann nicht mehr rekonstruieren, wie wir darauf kamen, dass es eine gute Idee sei, im April aufs Fahrrad zu steigen und mehrere hundert Kilometer Richtung Norden zu fahren.
Wir haben nun allerhand dabei, das uns warm und trocken halten soll: Mütze, Handschuhe, dicke Socken, Leggins, Gamaschen, Poncho, Regenkleidung. Erstaunlicherweise ist noch Platz in den Taschen. Das ist prima: Erfahrungsgemäß finden uns in Dänemark zahlreiche Bücher.

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Club-Leben | Es war der erste Mittwoch im Monat, also monatlicher Club-Abend. Ich erzählte diese Woche Näheres vom Club.
Wir trafen uns diesmal im Nansen, einer Lerngastronomie am Dortmunder Hafen, ein wunderbares Ambiente. Ich entdeckte es, als ich auf dem Jolante-Konzert war, das direkt nebenan stattfand. Es gab frittierte Reis-Eier und grünen Schlotz mit Graupen. Auf der Karte hießen die Gerichte „Arancini mit Gremolata“ und „Persischer Kräutereintopf“. Beides war lecker und mal etwas anderes. Das gefiel mir.



Wir besprachen Zwischenmenschliches und die Teilnahme am Flohmarkt im Dortmunder Union-Gewerbehof im Herbst – der Erlös wird an einen guten Zweck gehen.
Gelesen | Margot Friedländer mit Malin Schwerdtfeger: Versuche, dein Leben zu machen. Margot Friedländer erzählt von ihrer Kinderheit in Berlin und vom Erwachen des Nationalsozialismus. Sie erlebt die ersten Repressalien gegen Juden und die Reichsprogromnacht. Ihre Familie schmiedet Fluchtpläne, bleibt aber letztendlich. Als sie sich im Januar 1943 mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Ralph treffen will, um die Flucht vor der Gestapo aus Berlin vorzubereiten, erfährt sie, dass ihr Bruder kurz zuvor abgeholt wurde. Und auch die Mutter erscheint nicht; sie hinterlässt ihrer Tochter folgende Botschaft: «Ich habe mich entschlossen, mit Ralph zu gehen, wohin immer das auch sein mag. Versuche, dein Leben zu machen.» Margot beschließt unterzutauchen. Ein eindrückliches Buch.
Gelesen | Sondervergnügen am Sonntag: Herr Buddembohm war zum ersten Mal in der Elbphilharmonie. Als Hamburger und late adopter hat er sich mit diesem Erlebnis Zeit gelassen, man muss schließlich nichts übereilen. Nun aber war er dort und berichtet von seinen Eindrücken.
Gehört | Podcast des Presseclubs zur Sanierung der gesetzlichen Krankenkassen.
Gesehen | Die Krankenschwester auf Netflix, Originaltitel: Sygeplejersken. Eine dänische Mini-Serie über einen wahren Fall, wie es ihn in Deutschland auch gegeben hat. Gute Unterhaltung.
Leser’innenfragen | Keine neuen Fragen in der Vorschlagsliste.
Schweine | Mit unserer Abreise ziehen zwei Schweine-Sitter ins Haus ein. Den Schweinen ist es einerlei, wer im Haus wohnt – Hauptsache, ihre Verpflegung stimmt.

Kommentare
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Die frittierten Reisbällchen (sizilianische Arancini) sind gerade der heiße Schein und tauchen auf immer mehr Speisekarten auf. Wir haben sie vor knapp einem Jahr in Sizilien kennengelernt und sind begeistert.
Wünschen eine schöne Reise mit nicht allzu unwirtlichem Wetter!