Aurora | Auch hier darf das Polarlichtfoto nicht fehlen, Chronistenpflicht.

Mit dem bloßen Auge war das nicht annähernd so spektakulär wie auf dem Foto, nur ein transparent-rötliches, breites Band im Nachthimmel.
Lernen | Zwei Tage Weiterbildung zum KI-Manager beim Fraunhofer IAIS – vier weitere werden folgen. Ich lerne ein ideales Vorgehen, KI-Anwendungen in einer Organisation umzusetzen. Ideal nach dem aktuellen Stand, möchte ich dazu sagen; die Dinge sind ja ständig in Bewegung.
Zunächst ging es um grundsätzliche Begrifflichkeiten und Modelle – und darum, wie man beginnt, sich als Unternehmen dem Einsatz von KI zu nähern. 95 Prozent der KI-Pilotprojekte scheitern, weil sie zu allgemein sind und keine konkreten Probleme lösen und weil sie schlecht in bestehende Arbeitsabläufe integriert sind. Dass es dazu kommt, liegt an verschiedenen Dingen, die wir im Laufe der Weiterbildung durchsprechen – zusammen mit den Möglichkeiten, wie man die Fehler vermeidet. Das Ergebnis ist ein strukturiertes Vorgehen.
In der Weiterbildung fiel der Satz: „KI ist ein Mannschaftssport“. Technik ist nur ein Part in dem Ganzen – letztendlich ist das ganze Unternehmen im Boot. Das erlebe ich auch so. Ich bin gespannt auf die weiteren Tage. Wie immer sind nicht nur die Lerninhalte, sondern auch die Perspektiven der anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer interessant. Sie kommen aus der Finanz- und Automobilbranche, aus der Justiz, der Baubranche und aus dem öffentlichen Sektor.
Müßiggang | Die Torfrau kam zu Besuch, das war sehr schön. Sie arbeitet in Schichten, ich bin Freiberuflerin – so ergeben sich manchmal Möglichkeiten für Treffen zu unorthodoxen Zeiten, zum Beispiel für ein spontanes Frühstück mitten in der Woche. Der Gast brachte Brot mit, selbst gebacken, sehr lecker, und das Corporate Design steht auch.

Unserem Kanzler hätte dieses morgendliche Laissez-faire sicher nicht gefallen.
Gelesen | Interview mit Hape Kerkeling. Im Gegensatz zu manch anderem Entertainer ist er klug gealtert. Man möchte den Hut ziehen.
Es wird immer so geschimpft auf die sogenannte Wokeness. Ich möchte hier mal eine Lanze für die Wokeness brechen. Wokeness heißt nichts anderes, als dass wir alle sensibler werden für unser Gegenüber und darauf achten, die Grenze des anderen einzuhalten, ihn zu respektieren, nach Möglichkeit nicht zu diskriminieren. Und wenn ich mir alte Sketche von mir anschaue, habe ich diesen Pfad manchmal zwar nicht dramatisch, aber doch ein wenig verlassen. Ich hätte mehr darauf achten müssen, dass sich überhaupt keine Diskriminierung in meiner Kunst findet.
Natürlich hatte man vor dreißig Jahren andere Maßstäbe. Erfrischend, wenn ein Komiker das kritisch reflektiert und seine Kunst anpasst.
Schweine | Eins flüchtig, zwei im Busch.

Kommentare
4 Antworten: Bestellung aufgeben ⇓
Danke, für Ihre Gedanken. Ich habe es sehr gerne gelesen.
Hape ist wie immer auf den Punkt. Wenn das Problem ist, dass wir auf andere Leute achten, dann haben wir wirklich ein Problem. Verstehen nur viele leider nicht, solange es nicht um sie selber geht. Wenn doch, ist das Mimimi groß.
Diese Kerne auf dem Brot – was ist das? Sieht ein bisschen aus wie Bucheckern?
Das ist Buchweizen.