Draußen nur Kännchen Kaffeehaus mit ♥

Sagt mir: Was wünscht Ihr Euch?

16. 2. 2026 4 Kommentare Aus der Kategorie »Tagebuchbloggen«

EinsA | Kein Alaaf und Helau. Stattdessen besuchte ich das EinsA in Dülmen und habe Tolles gesehen.

Blick von einer Empore in einen EIngangsbereich, hell und freundlich. Unten ist ein Café. An der großen Fensterfront steht "EinsA"

Das EinsA nennt sich „Ein Haus für alle“: Es verbindet Menschen jeden Alters, unabhängig vom sozialen Status. Es steht zentral am Dülmener Marktplatz, direkt am Rathaus und an der Kirche St. Viktor. Ich traf mich dort mit Sandra. Sie leitet das Haus. Ich habe sie während meines Wahlkampfs kennengelernt und wollte mir immer mal ihren Arbeitsplatz anschauen, weil ich die Idee des EinsA so großartig finde.

Das Haus ist tatsächlich einzigartig, voller Licht und voller Angebote: Elterntreff, Brettspielrunde, Geburtsvorbereitung, Pilates, Singen, Theatergruppe, queerer Stammtisch, Männergruppe 60plus und – Zitat – „passioniertes Kochen für pensionierte Männer“. Und noch viel mehr! Die Veranstaltungen gehen durch alle Generationen, Geschlechter und Neigungen. Jeder und jede ist willkommen.

Man kann Räume für einen Kindergeburtstag mieten. Oder man kommt einfach nur so: zum Dasitzen, Lesen, Ausruhen und Quatschen. Es gibt Sitzgruppen, einen Kicker, Sessel zum Stillen und gemütliche Ecken. Außerdem ist im Erdgeschoss des Hauses ein Café, in dem man für kleines Geld frühstücken, zu Mittag oder Kuchen essen kann.

Man kann sich auch eine Rikscha ausleihen und (nach einer Einweisung) Großeltern, Tanten und Onkel herumfahren.

Eine Rikscha: vorne eine breite Sitzbank, dahinter ein Fahrrad.

Die Geschichte des EinsA begann 2011. Die Katholische Kirchengemeinde, die Stadt Dülmen und die Familienbildungsstätte entwickelten die Vision eines Gemeinschaftsortes mitten in der Stadt. Ein Ort, an dem jeder sein kann – und an dem man sich begegnet, ohne Geld, dafür mit Offenheit und Wohlwollen. Dank des Strukturförderprogramms Regionale ZukunftsLAND 2016 erhielt die Idee einen Finanzierung und wurde Wirklichkeit. Es ist ein ziemlich einzigartiges Projekt in Deutschland, vor allem in dieser Größe.

Das Haus bietet auch Seminarräume an. Wunderbar helle Orte, eingebettet in die bunte Atmosphäre des Hauses, mit Blick in den Kirchhof, zeitgemäß aufgestattet. Das Café macht passendes Catering. Ich würde mich freuen, eine Veranstaltung in diesen tollen Räumen anbieten zu können! Wer hätte Lust teilzunehmen? Sagt mir, was Euch interessiert. Ich habe eine Umfrage eingerichtet.

Die Waffeln übrigens: 10/10 auf der Internationalen Waffelskala.

Eine Wffel auf einem Teller in einem Café.

Gesehen | Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke. Verfilmung des Romans von Joachim Meyerhoff. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Wunderbar schrulliges Spiel von Senta Berger und Michael Wittenborn. Stark besetzte Nebenrollen.


Schneegestöber | Nach dem Kino war die Welt weiß. Wir tasteten uns durch Nacht und Gestöber nach Hause.

Foto durch die Windschutzscheibe in eine Nacht voller Schneegestöber. Die Landschaft fließ schwarz-weiß vorbei

Gehört | Der Podcast Machtwechsel beschäftigt sich mit der A*D in Sachsen-Anhalt, dem Parteiprogramm und der wechselseitigen Anstellung von Verwandten. Ich bin leider nicht so optimistisch wie Robin Alexander, der der Meinung ist, dass die Vetternwirtschaft der Partei Stimmen kosten wird.


Und sonst | Ich habe mit wehenden Fahnen beim Bingo verloren. Trotzdem Spaß gehabt.

Eine Bingo-Karte auf einer weißen Tischdecke an roten Rosen.

Glückscurry gekocht – diesmal mit Tofu und Zwiebeln, Möhren, Paprika und Pak Choi. Rezept: Gemüse nach Wahl (und wer mag, auch Fleisch, Tofu oder Garnelen) anbraten beziehungsweise glasig dünsten. Etwas salzen. Für das Curry eine Dose Kokosmilch erwärmen. Zwei großzügige Teelöffel Currypaste hinzugeben (unbedingt diese, ich bevorzuge gelb) und verrühren. Mit Zitronensaft und braunem Zucker abschmecken.


Schweine | Schweine-Oma goes Tomate.

Kommentare

4 Antworten: Bestellung aufgeben ⇓

  1. Ruh sagt:

    Das ist ja ein wunderbares Projekt! Meine Tochter, fast 15, sagte letzte Woche noch zu mir, dass ihr in Bochum so sehr ein Platz fehlt, wo sie einfach sitzen kann, wo es warm und schön ist, wo sie aber nicht zwingend etwas kaufen muss. Aktuell gehen da nur Cafés (aber eben nur wenn Geld da ist) oder die Stadtbücherei (da kann man aber nicht mit Freundinnen quatschen).
    Toll, dass das in Dülmen funktioniert! Und zu einen Seminar dort komme ich gerne!

  2. Swuuj sagt:

    Interessant, „wunderbar unterhalten“ fühlte ich mich in dem Film überhaupt nicht, eher maximal angestrengt. Die Schauspieler (Opa und Enkel) und Frau Berger hervorragend, aber- leider suggeriert der Trailer sehr viel mehr Komödie als die reale Tragödie des Alterns und des Verlustes und Mittelmaß-Erkennens

  3. PaulineM sagt:

    Das EinsA ist eine tolle Idee. Wir sollten solche Räumlichkeiten in jeder Stadt verpflichtend einrichten.

  4. Chris sagt:

    Curry ist toll, da kann man das machen, was man mag. Was bei uns auch immer beliebt ist, ist kurz vor dem servieren noch eine handvoll Cashewkerne oder Erdnüsse mit reinzuwerfen. Das sorgt für extra „Crunch“.

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