Ulla | Die vergangenen Tage luden dazu ein, Spaziergänge zu machen, anschließend die matschigen Schuhe vor der Tür auszuziehen, mit klammen Zehen ins Haus zu tapsen, heiße Getränke aufzubrühen, unter Decken aufs Sofa zu sinken, Bücher zu lesen und einzunicken. Wunderbar.
Die Kinder fuhren Schlitten im Garten, obwohl es dort keinen Hügel gibt. Sie häufelten Schnee auf, zogen sich darüber und schlitterten im Schweineland um Hindernisse herum. Es braucht also keine besonderen Voraussetzungen, um eine Situation zu nutzen. Ich lasse diese Lebensweisheit einfach mal hier.
Außerdem bauten sie eine Schneefrau und nannten sie Ulla.

Serviceblog | Eine freundliche Erinnerung für alle Eltern: Jetzt ist eine gute Zeit, die Brotdosen auszuräumen. Klicken des Links auf eigene Verantwortung. Freudiger Kommentar des Kindes: „Ich habe neues Leben erschaffen!“
Am Rande | Hinweis aus gegebenem Anlass: Auch diese Zeit wird irgendwann die gute alte Zeit sein.
Gelesen | Lukas Hartmann: Martha und die Ihren. Der Autor war mir bislang gänzlich unbekannt – ein Versäumnis! Er erzählt mit literarischer Freiheit, die Geschichte seiner Familie. Die zentrale Figur ist seine Oma Martha, die nach dem Tod des Vaters als sogenannte Verdingkind zu einer Bauersfamilie, in der sie aufwuchs. Es folgten Heirat, Kinder und harte Arbeit, später Enkelkinder. Ein Roman, der eindrücklich das Heranwachsen nach den zwei Weltkriegen zeigt, die Unfähigkeit, Gefühle zu zeigen und was das mit den Menschen macht.
Gelesen | Herr Buddenbohm schreibt über einen Trend zum Analogen. Die Älteren unter uns werden es lesen und verwirrt die Stirn runzeln. Denn das kennen wir aus unseren Leben – den Leben, bevor wir Smartphones hatten, den Leben unserer Kindheit und Jugend mit drei Programmen, Wählscheibentelefonen und gelangweilt auf dem Stromverteilerkasten sitzen und warten, ob jemand um die Ecke kommt, mit dem man gemeinsam Klingelstreiche machen kann.
Geschaut | Ich schaue derzeit die Ku’damm-Fernsehfilme in der ZDF-Mediathek. Bislang habe ich nur ’59 vollständig gesehen, die Jahre ’59, ’63 und ’77 sind an mir vorbeigegangen. Meine Güte, welch eine Gesellschaft damals, welch Misogynie.
Leser’innenfrage |Auf der Themen-Vorschlagsliste ist eine interessante Frage zu Chat GPT. Ich tippe bereits an einer Antwort.
Schweine | Die Schweine leben gut isoliert, auf extra dick Streu und mit viel Stroheinlage. Sie bekommen mehrmals täglich kleine Portionen Gemüse, die sie wegfressen, bevor sie gefrieren. Es bleibt festzustellen, dass die Schweine ein anderes Kälteempfinden haben als wir.

Kommentare
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Ein frohes und gesundes neues Jahr wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie.
Die Kinder haben gute Arbeit geleistet. Ich finde ich bin gut gelungen. ;))
Liebe Grüße Ulla S.