Nach Inspiration von Anke Gröner und NullpunktZwo mal wieder ein traditioneller Jahresrückblick:
01. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Acht.
02. Der hirnrissigste Plan?
Sieben Tage nach einer OP einen ganztägigen Workshop in Präsenz moderieren. Würde ich nicht wieder machen.
03. Die gefährlichste Unternehmung?
Bürgermeisterkandidatin zu werden – zumindest geschäftlich. Die Kandidatur war ein Vollzeitjob neben der zum Teilzeitjob reduzierten Selbstständigkeit. Hätte wirtschaftlich ins Auge und danach nicht mehr weitergehen können. Tut’s aber.
04. Die teuerste Anschaffung?
Ein gebrauchter Volkwagen id.3. Er ersetzt seit Mitte Dezember den zwei Jahre lang gemieteten Tesla.
05. Das leckerste Essen?
Das Abendessen im Restaurant 1817, Ketschauer Hof, in Deidesheim. Als Vorspeise ein Erbsenschaumsüppchen, als Hauptgang Rind auf Topinambur mit Kartoffelbaumstamm und Karotten. Nachspeise erinnere ich nicht mehr, war aber auch sensationell.
06. Gute Bücher 2025?
Erhellend und auf den Punkt: Kinder – Minderheit ohne Schutz von Aladin El-Mafaalani, Sebastian Kurtenbach und Klaus Peter Strohmeier. Wer das liest, weiß, wie wir die Rahmenbedingungen für Kinder deutlich verbessern können – teils ohne großa Ausgaben. Es braucht nur den politischen Willen.
Eine freudvolle Entdeckung waren Moa Herngren und ihre Werke Schwiegermutter und Scheidung. Fein beobachtete Beziehungen, kluge Charakterzeichnungen. Auch bei Der größte Spaß, den wir je hatten von Claire Lombardo geht es um Zwischenmenschliches. Eine kurzweilige Familiensaga. Zum Nachdenken: Kornblumenblau von Susanne Beyer.
07. Was hast du 2025 gelernt?
Wie Lokalpolitik funktioniert. Gesellschaftliche Realitäten. Sozialstrukturen. Denkräume. Wie ich Menschen für mich gewinne. Wie ich Macht ausübe, ohne Macht zu haben. Persönliche Abgrenzung. Integration. Einiges gelernt über die SPD. Über die Grünen. Über die CDU. Über Stadtentwicklung. Durchhalten. Wo Grenzen sind.
08. Das schönste Konzert?
In 2025 war ich auf so vielen Konzerten wie noch nie in einem Jahr: Dropkick Murphys, Herbert Grönemeyer, The Offspring, Jan Böhmermann und das Rundfunk Tanzorchester Ehrenfeld, Joscho Stephan, Pawel Popolski. Hat mir alles gut gefallen.
09. Die tollste Ausstellung?
Anders Zorn, Kunsthalle Hamburg.
10. Anzahl der Erkrankungen 2025?
Eine Erkrankung – eine Erkältung. Große Dankbarkeit für so viel Gesundheit.
11. Die meiste Zeit verbracht mit?
Dem Reiseleiter.
12. Die schönste Zeit verbracht mit?
Dem Reiseleiter. Meinem Vater. Meiner Tante. Zahlreichen Freunden.
13. Vorherrschendes Gefühl 2025?
Uff.
14. 2025 zum ersten Mal getan?
Mit dem Zug von Deutschland bis ins Baskenland gefahren. Intensiv KI genutzt. KI-Workshops moderiert. Als Bürgermeisterin kandidiert, einen Wahlkampf organisiert, auf Parteitagen gesprochen, an hunderte Haustüren geklingelt und mitch vorgestellt. Den Omas gegen rechts beigetreten. Jemanden kurz vor Sepsis in die Notaufnahme gefahren. Lebensmittel bei der Tafel ausgegeben. Einen Fahrradanhänger genutzt (sehr kommod). Social-Media-Reels produziert. Einem Meerschwein Sterbebegleitung gegeben. Kanülen in ein Meerschwein gesteckt (ein anderes). In Deidesheim geurlaubt. Auf die Alpspitze gefahren. Mit Frau Kaltmamsell und Herrn Rau Strudel gegessen. Eines dieser privaten Spas besucht. Schokobon-Kekse gebacken. Und bestimmt noch viel mehr.
15. Nach langer Zeit wieder getan?
Primfaktorzerlegung. Satz des Pythagoras.
16. Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Die Sache mit der Notaufnahme.
17. 2025 war mit einem Wort:
Erhellend.
Gehört | Wo wir gerade beim Blick zurück sind: Im Podcast Ich sehe was, was du nicht siehst der Hamburger Kunsthalle unterhalten sich Kunsthallen-Direktor Alexander Klar und Abendblatt-Chefredakteur Lars Haider über einzelne Kunstwerke. In den jüngeren Folgen sind auch drei Werke Anders Zorns dabei, dessen Ausstellung ich besuchte.
Schneeschweine | Abendessen mit Gemüseberg.

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